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Arsenal mit Wende, Inter gegen Frankfurt chancenlos

Granit Xhaka glückt mit Arsenal im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Rennes die Wende. Die «Gunners» kompensieren eine 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel dank einem 3:0-Heimsieg.
Der Maskenmann schlägt doppelt zu: Pierre-Emerick Aubameyang schiesst Arsenal dank zwei Treffern zur Wende gegen Rennes (Bild: KEYSTONE/EPA/NEIL HALL)

Der Maskenmann schlägt doppelt zu: Pierre-Emerick Aubameyang schiesst Arsenal dank zwei Treffern zur Wende gegen Rennes (Bild: KEYSTONE/EPA/NEIL HALL)

(sda)

Captain Laurent Koscielny hatte das Rezept für Wende vor der Partie ohne Umschweife genannt. «Wir brauchen diese Kriegermentalität, die wir auch gegen Manchester United gezeigt haben», gab der 33-jährige Franzose vor. Seine Teamkollegen hatten den Appell des Routiniers offenbar richtig verstanden, entsprechend vehement starteten sie in die Partie.

Doppeltorschütze Pierre-Emerick Aubameyang (5./72.) und Youngster Ainsley Maitland-Niles (15.) machten das im Hinspiel eingehandelte Handicap gegen die Bretonen bereits in der Startphase wett. Besonders der 21-jährige Engländer Maitland-Niles, der bereits das 1:0 durch ein schönes Dribbling eingeleitet hatte, sorgte auf der rechten Seite immer wieder für belebende Elemente bei den «Gunners».

Mit Chelsea qualifizierte sich auch der zweite Londoner Stadtklub für die Viertelfinals. Das Team des Italieners Maurizio Sarri bewältigte seine Aufgabe gegen Dynamo Kiew souverän. Auf den 3:0-Heimsieg folgte auswärts eine 5:0-Gala.

Der Franzose Olivier Giroud, in der Meisterschaft nicht zum Stammpersonal des italienischen Trainers Maurizio Sarri zählend, stellte für die «Blues» seine Skorerqualitäten auf europäischer Bühne unter Beweis. Der 32-Jährige sorgte mit einer Doublette (5./33.) früh für klare Verhältnisse und übernahm dank einem dritten Treffer nach einer Stunde mit zehn Toren die Führung in der Skorerliste des europäischen Wettbewerbs.

Inter und Napoli enttäuschen

Enttäuschende Vorstellungen lieferten die italienischen Spitzenklubs Napoli (gegen Salzburg) und Inter Mailand (gegen Eintracht Frankfurt) ab. Für die Norditaliener aus Mailand bedeutete das 0:1 daheim gegen den offensivstarken Bundesligisten nach einem 0:0 im Hinspiel sogar das Aus. Die Frankfurter dominierten die Partie im San Siro in der ersten Halbzeit so stark, dass sich Inter mit dem 0:1 zur Pause noch als gut bedient fühlen musste. Erst nach der Pause kam auch das Heimteam erstmals zu Möglichkeiten. Der einzige Treffer der Partie erzielte Luka Jovic bereits in der 6. Minute, nachdem Sébastien Haller für Frankfurt nach 3 Minuten nur die Latte getroffen hatte.

Der deutsche Cupsieger wahrte seine Ungeschlagenheit in dieser Europa-League-Kampagne. Dabei mussten die Deutschen unter erschwerten Voraussetzungen antreten: Die Eintracht musste in Mailand ohne den gesperrten Gelson Fernandes und Trainer Adi Hütter auskommen, der im Hinspiel auf die Tribüne verbannt worden war.

Einen besseren Ausgang hatte ein eigentlich enttäuschender Auftritt für die SSC Napoli. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti qualifizierte sich nach dem 3:0 aus dem Hinspiel trotz einer 1:3-Niederlage bei Salzburg für die nächste K.o.-Runde.

Der frühe Treffer des Polen Arkadiusz Milik (14.) brachte die Süditaliener auf Kurs. In der Folge verlegte sich Napoli allerdings zu stark auf das Verwalten des Vorsprungs, was Ex-GC-Stürmer Munas Dabbur (25.), Fredrik Gulbrandsen (65.) und Christoph Leitgeb (92.) für Salzburg zur Wende und einem ehrenvollen Scheitern nutzten.

Mario Gavranovic konnte mit Dinamo Zagreb das Ausscheiden in den Achtelfinals gegen Benfica Lissabon nicht verhindern. Die Kroaten mussten sich in Portugal nach einem 1:0-Heimsieg erst in der Verlängerung geschlagen geben. Der Brasilianer Jonas rettete Benfica durch seinen Treffer in der 71. Minute in die Verlängerung, dort sorgten Ferro (94.) und Grimaldo (105.) für die Entscheidung. Benfica musste gegen Zagreb ohne seinen Schweizer Goalgetter Haris Seferovic auskommen, der sich im Hinspiel an der Leiste verletzt hatte.

Telegramme:

Arsenal - Rennes 3:0 (2:0). - SR Treimanis (LAT). - Tore: 5. Aubameyang 1:0. 15. Maitland-Niles 2:0. 72. Aubameyang 3:0. - Bemerkungen: Arsenal mit Xhaka und ohne Lichtsteiner (nicht im Aufgebot). 49. Pfostenschuss Niang (Rennes).

Inter Mailand - Eintracht Frankfurt 0:1 (0:1). - 49'866 Zuschauer. - SR Hategan (ROU). - Tor: 5. Jovic 0:1. - Bemerkungen: Frankfurt ohne Fernandes (gesperrt). 3. Lattenschuss Haller (Frankfurt).

Villarreal - Zenit St. Petersburg 2:1 (1:0). - SR Soares Dias (POR). - Tore: 29. Moreno 1:0. 47. Bacca 2:0. 91. Ivanovic 2:1.

Salzburg - Napoli 3:1 (1:1). - 29'520 Zuschauer (ausverkauft). - SR del Cerro (ESP). - Tore: 14. Milik 0:1. 25. Dabbur 1:1. 65. Gulbrandsen 2:1. 92. Leitgeb 3:1. - Bemerkungen: 28. Pfostenschuss Ruiz (Napoli). 87. Pfostenschuss Dabbur (Salzburg).

Dynamo Kiew - Chelsea 0:5 (0:3). - 65'830 Zuschauer. - SR Stieler (GER). - Tore: 5. Giroud 0:1. 33. Giroud 0:2. 45. Alonso 0:3. 59. Giroud 0:4. 78. Hudson-Odoi 0:5.

Krasnodar - Valencia 1:1 (0:0). - 35'074 Zuschauer. - SR Taylor (ENG). - Tore: 85. Sulejmanow 1:0. 93. Guedes 1:1.

Slavia Prag - Sevilla 4:3 (1:1, 1:1) n.V. - 19'020 Zuschauer. - SR Kubalkov (BLR). - Tore: 15. Ngadeu-Ngadjui 1:0. 44. Ben Yedder 1:1. 47. Soucek 2:1. 54. El Haddadi 2:2. 98. Vazquez 2:3. 102. Van Buren 3:3. 120. Traoré 4:3.

Benfica Lissabon - Dinamo Zagreb 3:0 (0:0, 1:0) n. V. - SR Aytekin (GER). - Tore: 71. Jonas 1:0. 94. Ferro 2:0. 105. Grimaldo 3:0. - Bemerkungen: Benfica Lissabon ohne Seferovic (verletzt). Dinamo Zagreb mit Gavranovic (ab 86.). 104. Gelb-Rote Karte Stojanovic (Zagreb).

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