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Doping-Skandal: Service-Mann von Dario Cologna verhaftet

Die während den Weltmeisterschaften in Seefeld öffentlich gewordene Blutdoping-Affäre um 21 Athleten aus fünf Sportarten zieht weitere Kreise.
Die «Operation Aderlass» warf einen Schatten auf die nordische Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld (Bild: Peter Schneider / Keystone)

Die «Operation Aderlass» warf einen Schatten auf die nordische Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld (Bild: Peter Schneider / Keystone)

(sda/apa)

Laut der Staatsanwaltschaft Innsbruck seien in den vergangenen Tagen im Zuge der «Operation Aderlass» weitere Personen festgenommen, befragt und wieder auf freien Fuss gesetzt worden, sagte Hansjörg Mayr, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck gegenüber der Austria Presse Agentur (APA). Weitere Ermittlungsverfahren seien eingeleitet, ob und welche Sportler betroffen seien, wollte der Staatsanwalt nicht sagen.

Bei einer der festgenommenen Personen soll es sich laut der österreichischen «Kronenzeitung» um einen 33-jährigen Niederösterreicher handeln, der seit vergangener Saison zum Serviceteam der Schweizer Langläufer gehört. Der Servicemann war 2018 nach einer Vakanz von einem Ausrüster zu Swiss-Ski gestossen und betreute unter anderen den vierfachen Olympiasieger Dario Cologna.

Kein Verdacht gegen Cologna

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft stellte auf Anfrage der APA klar, dass gegen Cologna selbst kein Verdacht bestehe. «In Zusammenhang mit ihm (Cologna - Red.) kam es zu keiner Festnahme», sagte Mayr.

Swiss-Ski zeigte sich von der Nachricht überrascht. «Aktuell liegen uns diesbezüglich keine konkreten und bestätigten Informationen vor, da wir mit dem Servicemann noch keinen Kontakt herstellen konnten», teilte der Schweizer Verband am Abend in einem Statement mit. Daher können man den Sachverhalt weder bestätigen noch dementieren, hoffe aber auf baldige Aufklärung.

Bei der «Operation Aderlass» waren während der nordischen Ski-Weltmeisterschaften Ende Februar in Seefeld fünf Langläufer festgenommen worden. Diese hatten teilweise gestanden, Blutdoping betrieben zu haben. Als Drahtzieher des Netzwerkes gilt der zum selben Zeitpunkt in Erfurt verhaftete Arzt Mark S.

Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine TV-Dokumentation der ARD über den österreichischen Langläufer Johannes Dürr, der angegeben hatte, auch auf deutschem Gebiet Eigenblutdoping betrieben zu haben.

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