Auch GP von Ungarn nur ohne Zuschauer möglich

Die Formel 1 muss auch am 2. August beim Grossen Preis von Ungarn vor den Toren der Hauptstadt Budapest auf Zuschauer verzichten, wie die Organisatoren bekannt geben.

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Zuschauer wird es in der Formel 1 bis auf weiteres nicht geben

Zuschauer wird es in der Formel 1 bis auf weiteres nicht geben

KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
(sda/apa/dpa)

Zuvor hatte der ungarische Kanzleramtsminister Gergely Gulyas erklärt, dass im Land bis zum 15. August keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern stattfinden dürfen.

Die Formel 1 strebt derzeit trotz der Schwierigkeiten durch die Coronavirus-Krise einen Saisonstart am 5. Juli im österreichischen Spielberg an. Die ersten zehn Saisonrennen hatten verschoben oder abgesagt werden müssen. Die Wunschvorstellung der Verantwortlichen ist ein Kalender mit 15 bis 18 Grands Prix.

Aus diesem Grund werden zwei Rennen an einem Ort direkt hintereinander immer realistischer. Formel-1-Sportchef Ross Brawn bezeichnete entsprechende Gedankenspiele im neuen Podcast «F1 Nation» am Freitag als «sehr attraktiv». Dem ersten Grand Prix in Spielberg könnte also am 12. Juli ein weiterer folgen, ehe es nach dem gleichen Muster für zwei Wochen nach Silverstone ginge. Allerdings müsste auch an diesen beiden Orten ohne Zuschauer gefahren werden.

Für Brown ist die wohl grösste Herausforderung auf dem Weg zurück zu einem geregelten Rennbetrieb, «dass alle getestet und für das Fahrerlager freigegeben werden». Deswegen sei es sinnvoll, diesen Prozess nach der Anreise jeweils immer gleich für zwei Rennen zu machen. Die Formel 1 müsse sich am besten eine eigene «Biosphäre», also ein eigenes Ökosystem, schaffen, sagte der 65-Jährige.

«Wir arbeiten uns durch alle Anforderungen, um sicherzustellen, dass wir in einer sicheren Umgebung für die Fahrer, Ingenieure, Techniker und alle am Rennen Beteiligten arbeiten.» Es gehe darum, viele Dinge wie Reisebeschränkungen und Abstandsregeln einzuhalten, betonte der ehemalige Technische Direktor von Ferrari. Trotzdem wolle die Formel 1 weiter gerne «die richtige Show» bieten.