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Bayern München feiert siebten Meistertitel in Folge

Bayern München ist zum 7. Mal in Serie deutscher Meister. Die Münchner verteidigen in der 34. und letzten Runde der Bundesliga dank einem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt ihren Vorsprung auf den BVB.
Borussia Dortmund spielte unter Lucien Favre eine starke Saison, am Ende reichte es aber für Marco Reus und seine Kollegen nicht zum Titel (Bild: Keystone/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)Borussia Dortmund spielte unter Lucien Favre eine starke Saison, am Ende reichte es aber für Marco Reus und seine Kollegen nicht zum Titel (Bild: Keystone/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)
Bayern München feierte seinen 29. Meistertitel, den 7. in Serie (Bild: Keystone/dpa/Sven Hoppe)Bayern München feierte seinen 29. Meistertitel, den 7. in Serie (Bild: Keystone/dpa/Sven Hoppe)
Niko Kovac stand in seiner ersten Saison bei Bayern München phasenweise stark in der Kritik (Bild: Keystone/AP/Matthias Schrader)Niko Kovac stand in seiner ersten Saison bei Bayern München phasenweise stark in der Kritik (Bild: Keystone/AP/Matthias Schrader)
Franck Ribéry verabschiedete sich wie Arjen Robben mit einem Treffer vom Münchner Publikum (Bild: Keystone/AP/Matthias Schrader)Franck Ribéry verabschiedete sich wie Arjen Robben mit einem Treffer vom Münchner Publikum (Bild: Keystone/AP/Matthias Schrader)
Emotionen bei Dieter Hecking: Der Trainer muss Borussia Mönchengladbach verlassen, ohne die Champions League erreicht zu haben (Bild: Keystone/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)Emotionen bei Dieter Hecking: Der Trainer muss Borussia Mönchengladbach verlassen, ohne die Champions League erreicht zu haben (Bild: Keystone/EPA/FRIEDEMANN VOGEL)
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Bayern München feiert siebten Meistertitel in Folge

(sda)

Die Chancen auf einen Umschwung an der Spitze am letzten Spieltag waren für Borussia Dortmund schon vor Anpfiff um 15.30 Uhr gering. Die Mannschaft von Lucien Favre hatte auf Unterstützung von Bayern-Gegner Eintracht Frankfurt hoffen müssen, während sie selber zum Härtetest bei Borussia Mönchengladbach antrat. Um 15.34 Uhr liess Kingsley Coman durch das frühe 1:0 in München die Hoffnungen des BVB-Anhangs bereits auf ein Minimum sinken.

Nur kurzzeitig, von der 50. bis zur 53. Minute, kam am letzten Spieltag nochmals so etwas wie Spannung auf. Sébastien Haller vermochte durch den zwischenzeitlichen und überraschenden Ausgleich für Frankfurt fünf Minuten nach der Pause das Nervenkostüm der Bayern und von Ex-Trainer Niko Kovac zu testen. Die Reaktion der Münchner, die in der ersten Halbzeit eine frühzeitige Entscheidung noch fahrlässig vergeben hatten, fiel allerdings vehement aus. David Alaba (53.) und Renato Sanches (58.) holten innerhalb von acht Minuten nach, was zuvor verpasst wurde.

Für ein fast kitschiges Münchner Schlussbouquet sorgten die scheidenden Flügelspieler Franck Ribéry und Arjen Robben. Die in der Bundesliga gefürchtete Flügelzange, die ihre Schicht erst nach einer Stunde antrat, war für die Treffer zum 4:1 respektive 5:1 verantwortlich. Ribéry, der zum 4:1 traf, verlässt den FCB nach zwölf Jahren mit dem 9. Meistertitel und den Worten: «Die Zeit war der Wahnsinn, so etwas vergisst du nicht.» Bei Robben, der zwei Jahre nach Ribéry nach München wechselte, wurde es im zehnten Jahr Meistertitel Nummer 8.

Der BVB hatte beim 2:0 in Mönchengladbach derweil sein Möglichstes getan, um die Titelentscheidung so lange wie möglich offen zu halten. Nach einer knorzigen Startphase fand Gelb-Schwarz kurz vor der Pause durch Youngster Jadon Sancho in die Spur. Der 19-jährige Engländer, der durch seine starken Bundesliga-Auftritte vielerorts Begehrlichkeiten geweckt hat, bezwang den Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer nach einer Hereingabe von Marco Reus per Volley zum 1:0. Beim 1:0 Vorbereiter, erzielte Captain Reus in der 54. Minute den zweiten Dortmunder Treffer selber.

Gladbach und Frankfurt als Leidtragende

Als Kollateralschaden des Titel-Fernduells blieben letztlich die Gegner Borussia Mönchengladbach und die Eintracht Frankfurt zurück. Mönchengladbach, das mit den Schweizern Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Josip Drmic zum Kräftemessen mit dem BVB angetreten war, rutschte durch die Niederlage am letzten Spieltag zu Gunsten von Bayer Leverkusen (5:1 bei Hertha Berlin) aus den Champions-League-Plätzen. Adi Hütters Eintracht Frankfurt muss zwar anstelle von Wolfsburg (8:1 gegen Augsburg) in der Europa-League-Qualifikation antreten, erreichte aber ihr Mindestziel, da Mainz gegen Hoffenheim nach einem 0:2-Rückstand in Überzahl noch die Wende gelang.

Die Münchner verdienten sich den siebten Meistertitel in Folge und den 29. insgesamt, weil sie sich von einer überragenden Vorrunde des BVB nur kurz aus der Ruhe bringen liessen. Favre hatte in seinem ersten halben Jahr in Dortmund in der Meisterschaft nur einmal verloren, der Vorsprung auf Verfolger Bayern betrug im Dezember neun Punkte. In München blieben sie geduldig und waren bereit, als beim BVB mit dem Beginn der Rückrunde eine Schwächephase aufzog.

Wie von den Bayern erhofft, brachte der Ausblick auf den möglichen Meistertitel Unruhe in das junge Dortmunder Kader. Nach zwei Siegen zum Auftakt in die Rückrunde war der BVB in fünf Spielen nur einmal siegreich. Die vorentscheidende Ablösung kam Anfang April mit der Münchner 5:0-Gala gegen den Herausforderer aus Dortmund.

Telegramme und Rangliste:

Bayern München - Eintracht Frankfurt 5:1 (1:0). - 75'000 Zuschauer. - Tore: 4. Coman 1:0. 51. Haller 1:1. 53. Alaba 2:1. 58. Sanches 3:1. 72. Ribéry 4:1. 78. Robben 5:1. - Bemerkung: Frankfurt mit Fernandes.

Schalke 04 - Stuttgart 0:0. - 61'676 Zuschauer. - Bemerkungen: Schalke bis 63. mit Embolo, Stuttgart ohne Zuber (verletzt).

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 0:2 (0:1). - 54'022 Zuschauer. - Tore: 45. Sancho 0:1. 54. Reus 0:2. - Bemerkungen: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Zakaria und Drmic, ohne Lang (Ersatz), Dortmund mit Bürki und Akanji, ohne Hitz (Ersatz).

Hertha Berlin - Bayer Leverkusen 1:5 (1:2). - 59'287 Zuschauer. - Tor: 28. Havertz 0:1. 34. Lazaro 1:1. 38. Alario 1:2. 54. Brandt 1:3. 72. Alario 1:4. 88. Alario 1:5. - Bemerkung: Hertha mit Lustenberger.

Werder Bremen - RB Leipzig 2:1 (1:0). - 42'100 Zuschauer. - Tore: 42. Rashica (Foulpenalty) 1:0. 86. Mukiele 1:1. 88. Pizarro 2:1. - Bemerkung: Leipzig mit Mvogo.

Freiburg - 1. FC Nürnberg 5:1 (2:0). - 24'000 Zuschauer. - Tore: 7. Terrazzino 1:0. 34. Waldschmidt 2:0. 54. Petersen 3:0. 56. Petersen 4:0. 61. Grifo 5:0. 69. Löwen 5:1.

Mainz - Hoffenheim 4:2 (0:2). - Zuschauer. - Tore: 12. Belfodil 0:1. 34. Kramaric 0:2. 66. Brosinski (Foulpenalty) 1:2. 83. Boëtius 2:2. 90. Boëtius 3:2. 93. Mateta 4:2. - Bemerkung: 41. Gelb-Rote Karte gegen Baumgartner (Hoffenheim/Unsportlichkeit).

Wolfsburg - Augsburg 8:1 (3:0). - 28'000 Zuschauer. - Tore: 21. Weghorst 1:0. 37. Weghorst 2:0. 41. Koche 3:0. 55. Weghorst 4:0. 57. Ginczek 5:0. 60. Rexhbecaj 6:0. 82. Schieber 6:1. 85. Brekalo 7:1. 89. Danso (Eigentor) 8:1. - Bemerkungen: Wolfsburg bis 69. mit Mehmedi, ohne Steffen (verletzt), Augsburg mit Kobel.

Fortuna Düsseldorf - Hannover 96 2:1 (0:0). - 48'000 Zuschauer. - Tore: 56. Hennings 1:0. 60. Karaman 2:0. 78. Müller 2:1. - Bemerkung: Hannover mit Schwegler.

Bayern München 34/78 (88:32). 2. Borussia Dortmund 34/76 (81:44). 3. RB Leipzig 34/66 (63:29). 4. Bayer Leverkusen 34/58 (69:52). 5. Borussia Mönchengladbach 34/55 (55:42). 6. Wolfsburg 34/55 (62:50). 7. Eintracht Frankfurt 34/54 (60:48). 8. Werder Bremen 34/53 (58:49). 9. Hoffenheim 34/51 (70:52). 10. Fortuna Düsseldorf 34/44 (49:65). 11. Hertha Berlin 34/43 (49:57). 12. Mainz 05 34/43 (46:57). 13. SC Freiburg 34/36 (46:61). 14. Schalke 04 34/33 (37:55). 15. Augsburg 34/32 (51:71). 16. VfB Stuttgart 34/28 (32:70). 17. Hannover 96 34/21 (31:71). 18. 1. FC Nürnberg 34/19 (26:68).

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