Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Beat Feuz wird Dritter: «Nach dem Sturz von Marc tritt alles in den Hintergrund»

Beat Feuz kann es auch in Val Gardena. Der Weltmeister sichert sich als Dritter zum ersten Mal in der Abfahrt auf der Saslong einen Podestplatz. In dem vom schweren Sturz von Marc Gisin überschatteten Rennen siegt der Norweger Aleksander Kilde überlegen.
David Bernold (Keystone-SDA)
Die Freude von Beat Feuz über den dritten Platz hält sich in Grenzen: Seine Gedanken sind vor allem bei Marc Gisin. Bild: Francis Bompard/Getty (Val Gardena, 15. Dezember 2018)

Die Freude von Beat Feuz über den dritten Platz hält sich in Grenzen: Seine Gedanken sind vor allem bei Marc Gisin. Bild: Francis Bompard/Getty (Val Gardena, 15. Dezember 2018)

Vor sieben Jahren hatte Feuz in Val Gardena den Super-G dominiert. Doch in der Abfahrt hatte für den Emmentaler bisher nicht Besseres herausgeschaut als die 8. Ränge vor vier Wintern und in der vergangenen Saison.

Die Saslong war aber nicht nur für Feuz, sondern für die gesamte Equipe von Swiss-Ski in jüngster Vergangenheit ein hartes Pflaster. Nichts erinnerte mehr an die Siebziger-, Achtziger- und den Beginn der Neunzigerjahre, in denen die Schweizer Abfahrer mehrfach gross aufgetrumpft und insgesamt 13 Siege errungen hatten. Die letzte Siegerehrung mit Schweizer Athleten hatte in Gröden vor acht Jahren stattgefunden. Silvan Zurbriggen hatte überraschend gewonnen, Didier Cuche war Dritter geworden.

Der Schlussspurt von Feuz

Feuz verdankt seine Premiere vor allem einem starken Schlussspurt. Auf dem letzten Streckenabschnitt war er Zweitbester. Die letzte Zwischenzeitmessung hatte er noch als Achtschnellster passiert. Den Podestplatz nannte Feuz eine «schöne Überraschung». «Das Resultat zeigt, dass ich etwas gelernt habe auf dieser Piste.» Nach dem schlimmen Unfall seines Teamkollegen Marc Gisin hielt sich die Freude verständlicherweise in engem Rahmen. «Natürlich bin ich froh über mein Abschneiden. Das ist eine Genugtuung für mich. Nach dem Sturz von Marc tritt aber all das in den Hintergrund.»

Nur zwei Zehntel langsamer als Feuz war Mauro Caviezel. Wegen den geringen Zeitabständen hinter Kilde reichte dies dem Bündner noch zu Platz 8. Drittbester Schweizer war Niels Hintermann. Der Zürcher egalisierte mit Rang 14 sein Bestergebnis in den Speed-Disziplinen; die gleiche Klassierung hatte er schon vor vier Wochen in der Abfahrt in Lake Louise erreicht. Besser im Weltcup war Hintermann einzig bei seinem unerwarteten Sieg vor knapp zwei Jahren in der Kombination in Wengen.

Kilde eine Klasse für sich

Tags zuvor im Super-G hatten fünf Hundertstel das Duell um Platz 1 zugunsten von Aksel Svindal entschieden. 24 Stunden danach war der Gewinner allein auf weiter Flur. Kilde distanzierte den zweitplatzierten Österreicher Max Franz gleich um 86 Hundertstel - auf jener Strecke auf der er vor drei Jahren als Dritter im Super-G seinen ersten Podestplatz im Weltcup erobert hatte.

Jenes Ergebnis wirkte als Initialzündung für einen, dem sie längst nicht nur in Norwegen das Potenzial bescheinigt hatten, in die Fussstapfen von Svindal und Kjetil Jansrud treten zu können. Einen guten Monat später feierte Kilde in der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen seinen ersten Weltcup-Sieg, und weitere vier Wochen danach doppelte er im Super-G in Hinterstoder nach. Seine bisher beste Saison krönte er mit dem Gewinn der Super-G-Wertung.

Damals wie jetzt spielte Kilde die Rolle des Stellvertreters perfekt. Vor knapp drei Jahren ging Svindal nach seinem in Kitzbühel erlittenen Kreuzbandriss an Krücken und zählte Jansrud in den zwei Rennen zu den Geschlagenen. Am Samstag belegten Svindal und Jansrud die Plätze 7 und 26.

Val Gardena (ITA). Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Aleksander Kilde (NOR) 1:56,13. 2. Max Franz (AUT) 0,86 zurück. 3. Beat Feuz (SUI) 0,92. 4. Bryce Bennett (USA) 0,98. 5. Steven Nyman (USA) 1,01. 6. Travis Ganong (USA) 1,05. 7. Aksel Svindal (NOR) 1,08. 8. Mauro Caviezel (SUI) 1,12. 9. Adrien Théaux (FRA) 1,17. 10. Hannes Reichelt (AUT) und Benjamin Thomsen (CAN) 1,31. Ferner: 14. Niels Hintermann (SUI) 1,37. 17. Dominik Paris (ITA) 1,72. 18. Christof Innerhofer (ITA) 1,75. 22. Patrick Küng (SUI) und Vincent Kriechmayr (AUT) 2,12. 26. Kjetil Jansrud (NOR) 2,28. 33. Gilles Roulin (SUI) 2,60. 35. Carlo Janka (SUI) 2,65. 42. Ralph Weber (SUI) 2,98. - 62 gestartet, 56 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Marc Gisin (SUI/Sturz), Matthias Mayer (AUT/Sturz).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.