Fataler Sturz machte 2012 Cancellaras Medaillenträume zunichte

Die Karriere von Fabian Cancellara kannte viele Erfolgen. Das Jahr 2012 mit den Sommerspielen in London steht allerdings für ein dunkles Kapitel in der Laufbahn des zweifachen Zeitfahr-Olympiasiegers.

Drucken
Teilen
Nach 16 Jahren als Radprofi wollte Fabian Cancellara neue Wege gehen und Neues erleben. Dem Radsport ist der 39-Jährige aus Ittigen aber treu geblieben
Statt dem erhofften Olympiasieg setzte es für Cancellara im Strassenrenen in London eine herbe Enttäuschung ab. Der Klassiker- und Zeitfahrspezialist befand sich wenige Kilometer vor dem Ziel in aussichtsreicher Position, ehe ihm eine Rechtskurve zum Verhängnis wurde. Es blieb der 106. Rang
2016, vier Jahre nach seinem fatalen Sturz in London, nahm seine Karriere an den Olympischen Spielen in Rio ein versöhnliches Ende. In seinem allerletzten Rennen als Radprofi holte Cancellara nochmals zum ganz grosser Coup aus und gewann im Zeitfahren sein zweites Olympia-Gold nach Peking 2008
Im gleichen Jahr war Cancellara Anfang April schon in der Flandern-Rundfahrt schwer gestützt. Er kam in einer Verpflegungszone zu Fall und zog sich einen vierfachen Schlüsselbeinbruch zu. Die komplizierte Verletzung setzte ihm nicht nur körperlich, sondern auch psychisch zu
Fabian Cancellara, auch bekannt als Spartacus, mit dem Preis «Schweizer Sportler des Jahres 2016». Der 2-fache Olympiasieger und 4-fache Weltmeister im Zeitfahren war auch ein ausgewiesener Klassiker-Spezialist. In der Summe gewann er 7-mal Paris-Roubaix, Mailand-Sanremo und die Flandern-Rundfahrt
Zu seinem fatalen Sturz in London sagte Cancellara: «Ich habe die Kurve zu früh angeschnitten und bin deshalb gestürzt. Wäre ich nicht gestützt, hätte ich fast sicher eine Medaille gewonnen.»
Auch im olympischen Zeitfahren reichte es Cancellara vier Tage später beim Parcours durch die Londoner Innenstadt nicht aufs Podest. Beeinträchtigt von den Schmerzen in der lädierten rechten Schulter wurde er nur Siebter
Fabian Cancellara schwer enttäuscht und mit Schmerzen an der rechten Schulter nach seinem unglücklichen Sturz im olympischen Strassenrennen 2012 in London
Das turbulente Jahr 2012 hatte für Cancellara aber auch seine schöne Seiten: Nach seinem Sieg im Prolog in Lüttich trug der Schweizer an der Tour de France sieben Tage lang das Gelbe Trikot. Nach der 10. Etappe verliess er die Tour, um bei der Geburt seiner zweiten Tochter dabei zu sein