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Büchel, Kambundji und Sprunger mit Medaillenchancen

Mit 17 Athletinnen und Athleten ist das Schweizer Team in Glasgow so gross wie noch nie an Hallen-Europameisterschaften. Selina Büchel, Mujinga Kambundji und Lea Sprunger haben Medaillenchancen.
Selina Büchel kann über 800 m zum dritten Mal in Serie Hallen-Europameisterin werden (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Selina Büchel kann über 800 m zum dritten Mal in Serie Hallen-Europameisterin werden (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Büchel tritt über 800 m wie vor zwei Jahren als Titelverteidigerin an und könnte als erste Schweizerin zum dritten Mal Gold an diesem Anlass gewinnen. Neben der Toggenburgerin stand einzig Markus Ryffel über 3000 m an Hallen-Europameisterschaften zweimal zuoberst auf dem Podest (1978 und 1979).

Die Aussichten für Büchel, das Triple zu schaffen, sind durchaus vielversprechend. Sie ist mit den Anfang Februar in Torun gelaufenen 2:00,98 Minuten die Nummer 1 der gemeldeten Läuferinnen - die in der Saisonbestenliste vor ihr liegenden Laura Muir und Sofia Ennaoui starten über 1500 m. Für Büchel war es die drittbeste Indoor-Zeit der Karriere. «Ich fühle mich eigentlich sehr gut», sagt die 27-Jährige . «Es ist cool, dass mir bereits zu Beginn der Hallen-Saison eine solch gute Zeit gelang. Nun konnte ich mich nochmals gut vorbereiten auf die EM. Ich gehöre sicher zu den Favoritinnen.»

Allerdings ist es nicht so, dass Büchel nur der Titel genügt. Sie erinnerte daran, dass sie zweimal nur sehr knapp gewonnen hat. Vor zwei Jahren in Belgrad betrug die Differenz zur zweitplatzierten Britin Shelayna Oskan-Clarke gar nur eine Hundertstelsekunde. Oskan-Clarke figuriert auch diesmal auf der Meldeliste und dürfte in Glasgow zusätzlich motiviert sein.

«Ich freue mich auf einen spannenden Wettkampf.» Büchel nimmt - wie auch Sprunger und Kambundji - zum vierten Mal in Folge an Hallen-Europameisterschaften teil und weiss genau, wie es läuft. Die positiven Erfahrungen helfen ihr. «Die Rennen in der Halle sind schon anders als draussen, damit muss man umgehen können. Die Momente, in denen man überholen kann, sind relativ kurz. In der Kurve braucht es dafür viel Energie.» Büchel beendete im vergangenen Herbst nach zwölf Jahren die Zusammenarbeit mit ihren Trainern Urs und Marlis Göldi. Neu betreut sie Louis Heyer, der Cheftrainer Lauf bei Swiss Athletics

Auch Kambundji die Nummer 1

Kambundji ist über 60 m ebenfalls die Jahresbeste des Starterfeldes - zusammen mit der Polin Ewa Swoboda. Die 7,08 Sekunden lief die 26-jährige Bernerin am vorletzten Wochenende an den Schweizer Hallen-Meisterschaften in St. Gallen. Die Zeit bedeutete eine Erleichterung. Denn der Einstieg in die Saison war ihr nicht wunschgemäss gelungen, was sie auch darauf zurückführte, dass sie mit dem Engländer Steve Fudge einen neuen Coach hat.

«Ich musste mich an das neue und andere Training gewöhnen», erklärte Kambundji. Ausserdem erwischte sie nach dem Rennen Ende Januar in Paris eine Grippe, weshalb sie zwei Wettkämpfe auslassen musste. Nun ist sie bereit: «Ich möchte gut in den Final kommen und dann dort um die Medaillen mitlaufen. Das ist sicher realistisch.» Allerdings seien 60 m sehr kurz, da müsse man alles richtig machen. «Wenn der Start schlecht ist, dann ist es fertig. Das Niveau ist dermassen hoch.» Für Kambundji wäre es das erste Podest an diesem Anlass. Vor einem Jahr holte sie an den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham Bronze.

Premiere für Sprunger?

Sprunger strebt über 400 m nach ihrem EM-Titel über 400 m Hürden die erste Medaille an einem Grossanlass in der Halle an. Vor zwei Jahren brach sie im Final als Topfavoritin kurz vor dem Ziel ein und wurde EM-Fünfte. An der Hallen-WM 2018 jubelte sie zunächst über den souveränen Finaleinzug, ehe sie disqualifiziert wurde. Nun soll es endlich klappen. Die 28-jährige Waadtländerin ist heuer über 400 m mit 52,19 Sekunden die drittschnellste Europäerin. Und sie hat noch einige Luft nach oben.

Sprunger ist jedoch nicht in der «gleichen Form wie im vergangenen Jahr». Die Vorbereitung verlief nicht perfekt, sie hatte etwas Probleme mit dem Rücken und war zweimal krank. Zudem war es für sie nach dem «verrückten Sommer» schwieriger, als sie dachte. «Ich hatte mehr Mühe, in den Rhythmus zu kommen. Der Kopf und die Beine arbeiteten zunächst nicht. Ich brauchte ein, zwei Monate, um wieder wie gewohnt trainieren zu können.» In Glasgow erwartet sie eine enge Angelegenheit, da es viele Läuferinnen gebe, die eine ähnliche Zeit laufen können. «Ich werde bis zum letzten Zentimeter kämpfen», versprach Sprunger.

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