Der wohl erfolgreichste Schweizer Fussball-Trainer Christian Gross will nicht mehr als Coach arbeiten

Im «Sportpanorama» des Schweizer Fernsehens SRF gibt der 65-jährige Zürcher seinen Rücktritt als Trainer auf dem Platz bekannt.

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Erste Station als Trainer in der höchsten Schweizer Liga: Von 1993 bis 1997 betreute Christian Gross die Grasshoppers
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Will nicht mehr an der Seitenlinie stehen: Trainer Christian Gross
Grosser Auftritt in London: Gross 1997 mit Jürgen Klinsmann bei Tottenham
Gross' erfolgreichste Station: Mit dem FC Basel wurde er je viermal Meister und Cupsieger
Auch das Engagement bei den Young Boys dauerte 2011 bis 2012 weniger als ein Jahr
Guter Start, aber das Ende nach nur ein paar Monaten: Gross beim VfB Stuttgart
Bei Al-Ahli in Saudi-Arabien kehrte Gross zum Erfolg zurück
Mit dem ägyptischen Klub Zamalek gewann Gross 2019 den afrikanischen Confederations Cup

Erste Station als Trainer in der höchsten Schweizer Liga: Von 1993 bis 1997 betreute Christian Gross die Grasshoppers

KEYSTONE/RENE RITLER
(sda)

Er liess allerdings eine Hintertür offen. «Sag niemals nie», meinte er. In erster Linie wolle er sich aber auf eine Zusammenarbeit mit der Firma des ehemaligen Schweizer Internationalen Philipp Degen, der Spieler berät und beim FC Basel einst unter Gross agierte, konzentrieren.

Seine grössten Erfolge feierte er mit den Grasshoppers (2 Meistertitel, 1 Cupsieg) und vor allem mit dem FC Basel (je 4 Meistertitel und Cupsiege). Mit beiden sorgte er auch in der Champions League für Furore. Gestartet hatte Gross, der als Aktiver zu einem Länderspiel-Einsatz kam, seine Trainerkarriere als Spielertrainer beim FC Wil. Er war zudem bei Tottenham Hotspur der erste Schweizer Coach in der englischen Premier League, wurde jedoch wie später auch beim VfB Stuttgart und den Young Boys nach weniger als einem Jahr entlassen.

In den letzten sechs Jahren war er mit einigem Erfolg in Saudi-Arabien und Ägypten engagiert. Im Februar wurde er aber nach einem Besitzer- und Managementwechsel beim saudischen Klub Al-Ahli verabschiedet. Wenn, dann könnte er sich eine Rückkehr auf die Trainerbank in ähnlichen geografischen Gefilden vorstellen. Ein Angebot als kuwaitischer Nationalcoach habe er abgelehnt, erklärte der im Engadin wohnhafte Gross im Fernsehen, der gleiche Posten in den Vereinigten Arabischen Emiraten könnte ihn aber reizen.