Daniel Yule bricht den Schweizer Siegbann im Slalom von Kitzbühel

Der seit 1968 anhaltende Schweizer Siegbann im Weltcup-Slalom von Kitzbühel ist gebrochen. Daniel Yule triumphiert vor dem Österreicher Marco Schwarz und dem Franzosen Clément Noël.

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Daniel Yule unterwegs zum Triumph in Kitzbühel
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Daniel Yule jubelt in Kitzbühel
Der 19-jährige norwegische Überraschungsmann Lucas Braathen freut sich auch über seinen 4. Platz
Marco Schwarz verpasst einen österreichischen Heimsieg um zwölf Hundertstel und wird Zweiter
Auch am Sonntag säumen Tausende Zuschauer das Zielgelände von Kitzbühel

Daniel Yule unterwegs zum Triumph in Kitzbühel

KEYSTONE/EPA/CBR hm
(sda)

Yule hievte sich am Nachmittag vom 2. Zwischenrang an die Spitze und siegte 12 Hundertstel vor Schwarz und deren 37 vor Noël. Der 19-jährige Norweger Lucas Braathen, der nach dem 1. Lauf mit Startnummer 34 sensationell in Führung lag, wurde zeitgleich mit seinem Landsmann Henrik Kristoffersen Vierter.

Während Noël das Double Wengen/Kitzbühel im Gegensatz zum Vorjahr knapp verpasste, feierte Yule bereits den dritten Sieg im Januar. «Ein Traum wird wahr. In Kitzbühel zu gewinnen, ist das Highlight schlechthin. Nur die Grössten schaffen es. Ich habe derzeit einen einmaligen Lauf», freute sich Yule im Ziel-Interview der FIS, kurz nachdem die Entscheidung gefallen war.

Zweitbester Schweizer war Reto Schmidiger. Als Neunter schaffte der 27-Jährige sein zweitbestes Weltcup-Resultat nach Platz 8 vor neun Jahren auf der Lenzerheide. Der leidgeprüfte Hergiswiler holte nun zum dritten Mal in Folge Punkte. Tanguy Nef dagegen schied am Nachmittag nach Zwischenrang 10 aus.

Ramon Zenhäusern seinerseits verpasste zum ersten Mal seit November 2018 die Top 10, ohne ausgefallen zu sein. Bei seinem 11. Platz fehlte dem 27-jährigen nach seiner einwöchigen Skipause nach Wengen das nötige Feingefühl. «Ich spürte den Ski nicht gut und fand den Grip nicht», meinte Zenhäusern im SRF-Interview.

Der erste Lauf hatte noch keine Zäsur gebracht. Im Gegenteil: Nicht weniger als 16 Athleten klassierten sich innerhalb einer Sekunde. Zwischen dem zweitplatzierten Yule und dem Norweger Timon Haugan im 24. Rang lag bloss eine Sekunde. Loïc Meillard verpasste 1,42 Sekunden hinter Braathen den zweiten Durchgang.

Der zuvor einziger Schweizer Sieger im Slalom von Kitzbühel war 1968 Dumeng Giovanoli.