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Das Drama um Sané

Eine Kreuzbandverletzung des Flügels sorgt für Rätselraten um den Transfer von Manchester City zu den Bayern.
Markus Brütsch

Was macht Leroy Sané? Diese Frage hat neben jener nach Neymars Zukunft den Transfersommer dominiert. Antworten darauf gibt es bisher keine, die Fälle sind kompliziert.

Im «Fall Sané» seit letztem Sonntag sogar noch etwas komplizierter.
In der vorletzten Woche war endlich Bewegung in diese Causa gekommen. Sané, der 2016 für 50 Millionen Euro von Pep Guardiola von Schalke zu Manchester City geholt worden war, hatte Bayern München gemäss Medienberichten zugesagt, einen Fünfjahresvertrag zu unterzeichnen. Falls sich die Vereine überhaupt auf einen Transfer verständigen könnten.

Guardiola nämlich hatte wiederholt erklärt, er wolle Sané gar nicht abgeben. Vermutlich eine taktische Aussage, um den Preis in die Höhe zu treiben. Denn eigentlich war der spanische Trainer bisher nicht dadurch aufgefallen, ein grosser Fan des Flügelstürmers zu sein. Der 23-Jährige war zwar in den 47 Pflichtspielen der letzten Saison an 34 Toren beteiligt, doch gerade in den wichtigen Champions-League-Spielen schmorte der deutsche Nationalspieler auf der Ersatzbank.

Vor diesem Hintergrund wunderte sich die Fussballwelt, weshalb Guardiola im Supercup gegen Liverpool Sané in die Startaufstellung berief, wo doch dessen Transfer zu den Bayern unmittelbar bevorstand. Was bezweckte er damit? Wo es doch üblich ist, auf Spieler zu verzichten, die auf dem Absprung sind.

Aber Guardiola wollte unbedingt diesen ersten Titel der neuen Spielzeit gewinnen, und weil Sergio Agüero und Gabriel Jesus nach der Copa America verspätet das Training aufgenommen und noch nicht fit genug waren, setzte Guardiola eben Sané ein. Nicht ahnend, dass passieren würde, was nicht passieren durfte, für den FC Bayern zum Super-GAU wurde und aus allen Beteiligten Verlierer machte: Sané zog sich einen Anriss des Kreuzbandes zu, wird in der nächsten Woche operiert und hat dann sechs Monate Pause.
Seither ist der FC Bayern in Schockstarre: Was tun? Den verletzten Sané kaufen und auf dessen Genesung warten? Und wenn ja: wie viel bezahlen? 100 Millionen Euro? 80 Millionen?

Mit Serge Gnabry und Kingsley Coman sind zwar gute Flügelspieler da, nach den Abgängen von Arjen Robben und Franck Ribéry reicht das aber nicht. Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist eine Woche vor dem Bundesligastart schwer unter Druck. Die Gerüchteküche brodelt: Kommt Timo Werner von Leipzig? Hakim Ziyech von Ajax? Philippe Coutinho aus Barcelona? Und: Was passiert mit Sané?

Humpelt verletzt vom Platz: Leroy Sané (Bild: key).

Humpelt verletzt vom Platz: Leroy Sané (Bild: key).

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