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"Der Boss vertraut mir"

Granit Xhaka steht in der Endphase einer schwierigen Saison mit Arsenal und äussert sich vor dem kursweisenden Europacup-Halbfinal-Rückspiel in Madrid gegen Atlético gegenüber der SDA.
Granit Xhaka und Arsenal können nur mit dem Titelgewinn in der Europa League die Saison retten (Bild: KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN)

Granit Xhaka und Arsenal können nur mit dem Titelgewinn in der Europa League die Saison retten (Bild: KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN)

(sda)

Granit Xhaka steht in der Endphase einer schwierigen Saison mit Arsenal und äussert sich vor dem kursweisenden Europacup-Halbfinal-Rückspiel in Madrid gegen Atlético gegenüber der SDA.

Bei inzwischen 60 Partien mit Arsenal und dem Nationalteam ist Xhaka seit Anfang Mai 2017 angelangt - die letzte in Manchester wird der 25-Jährige kaum mehr vergessen. Der Mittelfeldstratege führte die Gunners gegen die United (1:2) erstmals als Captain auf den Rasen. "Ein Traum und eine Ehre", sagt Xhaka, der den 1:1-Ausgleich vorbereitete, sich vor dem 0:1 aber von Paul Pogba düpieren liess.

Der internen Wertschätzung folgte gleichentags die Abrechnung der Kritiker. "Sky"-Experte Graeme Souness machte ihn für den ersten Gegentreffer verantwortlich. Xhaka habe wie ein Schüler und nur für die Kameras im Stadion verteidigt, keifte die Liverpooler Ikone. Der frühere Superstar, im Profi-Fussball letztmals 2006 als Coach von Newcastle Verantwortungsträger, ist nicht erst seit der Veröffentlichung seiner Autobiografie "Keine halben Sachen" bekannt für polemische Analysen.

Vorwürfe perlen ab

Am Mann mit den meisten Ballkontakten der englischen Liga perlen die Vorwürfe ab. "Jeder darf seine Meinung sagen. Ich kann damit umgehen. Kein Experte kann mich kaputt machen. Das war vor Jahren in Gladbach so, das ist hier nicht anders", meldet Xhaka gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er spüre den Support von Wenger. "Der Boss vertraut mir. Ich stehe in jedem Spiel auf dem Platz. Es geht nicht um Sympathiewerte, sondern darum, dass ich meine Leistungen bringe."

Unmittelbar vor dem Rückspiel des Europacup-Halbfinals gegen Atlético rückt der Schweizer Mittelfeldstratege lieber die sportliche Herausforderung in den Mittelpunkt. Die Tragweite der Partie ist ihm bewusst. "Der Finalvorstoss wäre für mich und den Klub ein Highlight. Mit dem Gewinn der Europa League könnten wir alles zu einem guten Ende bringen."

Die heikle Ausgangslage wäre vermeidbar gewesen. Das Hinspiel-Ergebnis wirkte angesichts des 80-minütigen Sturmlaufs in Überzahl wie ein Hohn. 24:6 Abschlussversuche, 11:0 Corner, 72 Prozent Ballbesitz, 538 Pässe mehr geschlagen - dann ein einziger Fehler und das schon fast zufällige 1:1 der Spanier in der 82. Minute. "Wir hätten im Minimum drei Tore schiessen müssen."

Von ganz ungefähr kam die Enttäuschung nicht. Arsenal tut sich schon während Monaten schwer. Die Gunners haben in England den Anschluss ganz nach vorne verpasst. Im 22. und letzten Jahr unter Arsène Wenger bahnt sich die schlechteste Bilanz seit 1995 an. Xhaka spricht von einer "sehr schwierigen Saison mit vielen Ups und Downs". Vor allem auswärts hätten sie die Erwartungen nicht erfüllt. Die Londoner gewannen 2018 in der Meisterschaft ausserhalb ihrer Arena keinen Punkt.

Der letzte Ausweg

Der letzte Ausweg aus dem Schlamassel führt über den europäischen Wettbewerb. Der Madrider Stadtkreis San Blas-Canillejas gilt allerdings als schwieriges Pflaster. In seiner Heimat türmt sich Atlético vor jedem Kontrahenten meterhoch auf; 15 der letzten 16 europäischen Auftritte vor eigenem Publikum haben die Spanier gewonnen. Die Heimstärke beeinträchtigt Xhakas Selbstbewusstsein nicht. "Es ist machbar, Atlético zu schlagen."

Diego Simeone wird die nächsten 90 Europacup-Minuten wegen seines verbalen Ausbruchs vor Wochenfrist zwar verpassen, sein schwergewichtiger und mindestens so temperamentvoller Stellvertreter German Burgos dürfte in der Coaching-Zone ein vergleichbares Feuer entfachen. Im Wanda Metropolitano sind die Verhaltensregeln manchmal dehnbar. "Davon lassen wir uns nicht beeinflussen", kündigt Xhaka vor dem Rendez-vous mit der Nummer 2 des UEFA-Klub-Rankings an.

Der gesperrte "Comandante en Jefe" hat taktisch vorgespurt. Die Abwehr von Atlético funktioniert auch ohne sein Gebrüll an der Seitenlinie. Innerhalb der letzten sechs Jahre verteidigte kein La-Liga-Team besser; seit der Ankunft Simeones liess das stabile Ensemble in 248 Meisterschaftsspielen lediglich 170 Gegentore zu.

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