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Der EV Zug fokussiert sich nun auf die Meisterschaft

20 Jahre nach dem bislang einzigen Meistertitel will der EV Zug den Schritt vom Titelanwärter zum Titelgewinner vollziehen.
Der Zuger Teamleader Raphael Diaz (links) wird nach einer Verletzungspause im Dezember beim EVZ zurückerwartet (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Der Zuger Teamleader Raphael Diaz (links) wird nach einer Verletzungspause im Dezember beim EVZ zurückerwartet (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

(sda)

Mit dem Achtelfinal-Ausscheiden in der Champions Hockey League gegen München kann der EV Zug ein erstes Saisonziel als verpasst abhaken. Der Schweizer Cup und die Meisterschaft sind als Korrektur aber in Sichtweite. Denn es gibt keinen Zweifel: Der EVZ bastelt an einem Meisterteam. Der Vorstoss in den Playoff-Final vor eineinhalb Jahren sowie der 2. Rang in der Qualifikation im letzten Frühjahr könnte man als Vorboten werten für einen EVZ-Gipfelsturm.

Und mit dem Transfer des besten Schweizer Goalies Leonardo Genoni, dem man mit einem Fünfjahresvertrag bis 2024 ab kommender Saison dem Liga-Schwergewicht SC Bern ausspannte, sendeten die Innerschweizer ein beeindruckendes Zeichen an die Konkurrenz aus. Mit dem Davoser Center Enzo Corvi könnte demnächst ein weiterer aktueller Schweizer WM-Silbermedaillengewinner ab der kommenden Saison beim EVZ unter Vertrag stehen. Luganos Topskorer Grégory Hofmann befindet sich ebenfalls im Visier der Zentralschweizer.

Da sind die Abgänge der nicht mehr vor dem Karriere-Höhepunkt stehenden (Ex-)Nationalspieler Tobias Stephan (zu Lausanne) und Reto Suri (zu Lugano) gut zu verkraften. Und schliesslich füllte der kurzfristige Absprung von Viktor Stalberg in die KHL zu Omsk vor der letzten Länderspiel-Pause auch noch die Portokasse. Ob Stalbergs schwedischer Landsmann Dennis Everberg die hinterlassene Lücke füllen kann, werden die nächsten Wochen zeigen.

Vom Favoritenschreck zum Titelaspiranten

Die Ansprüche in Zug sind auf alle Fälle gestiegen. Die Zeiten, als man sich mit der Rolle eines Favoritenschrecks oder Spielverderbers in den Playoffs zufrieden gab, sind vorbei. Unvergesslich etwa bleibt, wie der EVZ als Qualifikations-Achter in den Playoff-Viertelfinals 2009 den damaligen Qualifikationssieger SC Bern mit dem heutigen NHL-Superstar Roman Josi ausschaltete.

Knapp ein Jahrzehnt später fungiert der EVZ nicht mehr als Underdog, sondern ist dank seiner wirtschaftlichen und strukturellen Potenz ein aussichtsreicher Mitfavorit im Kampf um eine prestigeträchtige Trophäe. Fabian Schnyder, der auch schon einige Jahre EVZ-Captain gewesen war, erlebte als Eigengewächs und Franchise-Spieler die Metamorphose vom Mittelklasse- zum Spitzenteam in den letzten eineinhalb Jahrzehnten mit. «Der Verein ist gesamthaft zu einer Top-Organisation gewachsen», sagt der 32-jährige Stürmer, der unter anderem die Zeiten mit den vielen Ausscheiden in den Playoff-Halbfinals miterlebte.

Die Lancierung des Swiss-League-Teams EVZ Academy sowie die Nordamerika-Rückkehr des aktuell rekonvaleszenten Nationalteam-Captains Raphael Diaz bildeten 2016 die Basis der unbeirrbaren Vorwärtsstrategie der Zentralschweizer. Ein erstes «Statement» in dieser Saison hat der EVZ unter seinem neuen norwegischen Trainer Dan Tangnes in der Champions Hockey League nun aber verpasst. «Wir hatten eine gute Gruppenphase und wären für eine lange Kampagne bereit gewesen. Auf dieser Höhe des Wettbewerbs kann dann jedes Detail entscheidend sein. Wir müssen um jede Scheibe und den Raum dafür kämpfen», sagte Tangnes nach dem schmerzhaften Europacup-Out gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

«Nächsten Schritt nicht getan»

Schnyder, der dienstälteste Spieler in den Reihen des EVZ, will auch nach dem Europacup-Out nicht zu rasant zur Tagesordnung übergehen. «Der Viertelfinal-Einzug lag auf dem Tablett, aber wir nahmen es nicht. Wir taten gegen München noch nicht den nächsten Schritt.»

Der letzte Biss habe gefehlt. Ob die Lehren für die Playoffs gezogen werden, wird sich im März zeigen. «Wir spielten gegen München im Rückspiel solide, aber in einer K.o.-Phase reicht dies nicht. Solche Momente zu simulieren, ist sehr schwierig. Wir müssen uns die Gewinner-Mentalität im Alltag erarbeiten und diesen Willen dafür aufbringen. Und im Spiel selbst aktiv sein», sagte Schnyder, der bei Zug selbst noch bis 2020 unter Vertrag steht.

Nun sollen als Etappenziel die Meisterschaftsspiele zuhause gegen Leader Biel und beim SC Bern vom Freitag beziehungsweise Samstag sowie der Cup-Viertelfinal vom Dienstag beim Swiss-League-Klub Kloten die Möglichkeit zur raschen Frustbewältigung ermöglichen.

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