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Der ewige WM-Topfavorit USA scheint verletzlich

Die USA treten an der am Samstag beginnenden Basketball-WM in China bei weitem nicht in Bestbesetzung an. Der Titelverteidiger scheint heuer verwundbarer zu sein als an vergangenen Grossanlässen.
Gregg Popovich führt mit den USA ein scheinbar verwundbarer WM-Topfavorit (Bild: KEYSTONE/AP/ANDY BROWNBILL)

Gregg Popovich führt mit den USA ein scheinbar verwundbarer WM-Topfavorit (Bild: KEYSTONE/AP/ANDY BROWNBILL)

(sda)

Im Basketball gehört den Amerikanern - egal mit welchem Team sie antreten - automatisch die Rolle des Topfavoriten. Nach der Weltmeisterschaft 2006 in Japan, wo sie sensationell nur Bronze geholt hatten, verliessen die NBA-Profis das Parkett immer als Sieger. Sie gewannen in dieser Zeitspanne dreimal Olympia-Gold (2008, 2012 und 2016) und zweimal den Weltmeistertitel (2010 und 2014), dazu auch die weiteren internationalen Turniere, welche sie bestritten.

Doch für die WM-Endrunde in China kann der erfahrene Coach Gregg Popovich nicht auf ein Dream Team zählen. Superstars wie LeBron James, Stephen Curry, Kevin Durant, Kawhi Leonard und James Harden haben alle abgesagt. An diesen Titelkämpfen in Asien muss es das B-Team richten. Die meisten der zwölf selektionierten Spieler gehören in der NBA eher der Kategorie Mitläufer an.

Lerneffekt aus Niederlage?

Dass die Amerikaner nicht unbezwingbar sind, zeigte sich in der Vorbereitung. Nach 78 gewonnenen Partien in Serie an einem grossen Turnier oder in der direkten Vorbereitung darauf mussten sich die USA vor 52'000 Zuschauern in Melbourne den Australiern mit 94:98 geschlagen geben. Cheftrainer Popovich sah diese überraschende Niederlage als deutliche Warnung: «Sie hat uns aufgezeigt, dass wir besser spielen müssen. Aus Niederlagen lernt man mindestens so viel wie aus Siegen. Wir können das schaffen.»

Neben Australien, 2016 in Rio de Janeiro Olympia-Vierter, kommen die Mitfavoriten aus Europa. Der dreifache Europameister Spanien ist als Weltmeister von 2006 und zuletzt dreifacher Olympia-Medaillengewinner eine feste Grösse. «Die USA bleiben favorisiert, doch wir befinden uns auf Augenhöhe», sagte der spanische NBA-Spieler Ricky Rubio in der Vorbereitung nach der 81:90-Niederlage der «Roja» gegen die USA.

Serbien gilt es nach den Silbermedaillen an der letzten WM 2014 in Spanien, an Olympia 2016 und an der EM 2017 ebenso zu beachten. In China müssen die Serben allerdings ohne ihren Star-Spielmacher Milos Teodosic auskommen. Zu den starken Aussenseitern gehören Griechenland mit Giannis Antetokounmpo, dem wertvollsten Spieler der letzten NBA-Qualifikation, sowie Frankreich und Litauen.

Erstmals mit 32 Teams

Die Endrunde 2019 in China wird erstmals mit 32 Teams ausgetragen. Von den acht Vorrundengruppen à vier Mannschaften erreichen jeweils die ersten zwei die Zwischenrunde. In dieser - mit vier Gruppen à wiederum vier Teams - qualifizieren sich die ersten zwei für die Viertelfinals. Der Final wird am 15. September in Peking ausgetragen. Neben den Medaillen stehen in China auch Quotenplätze für die nächstjährigen Sommerspiele in Tokio auf dem Spiel.

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