Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der Husarenritt von Chris Froome in die Maglia rosa

Grosser Umsturz in der 19. Etappe des Giro d'Italia: Chris Froome gewinnt nach einer 80 km langen Solofahrt die Bergankunft in Bardonecchia und fährt zwei Tage vor dem Ende in die Maglia rosa.
Chris Froome fuhr in die Maglia rosa (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DANIEL DAL ZENNARO)

Chris Froome fuhr in die Maglia rosa (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DANIEL DAL ZENNARO)

(sda)

3:22 Minuten lag Froome vor der Etappe von Venaria Reale nach Bardonecchia als Gesamtvierter hinter seinem britischen Landsmann Simon Yates. 184 Kilometer später führt der vierfache Sieger der Tour de France die Gesamtwertung 40 Sekunden vor dem Niederländer Tom Dumoulin an.

Im Stil des später des Dopings überführten Floyd Landis, der an der Frankreich-Rundfahrt 2006 einen ähnlichen Husarenritt in Angriff genommen hatte, attackierte Froome zu Beginn der drittletzten Steigung hinauf zum Finestre. Keiner der anderen Spitzenfahrer vermochte dem entfesselt fahrenden 33-Jährigen zu folgen.

Froome feierte seinen zweiten Etappensieg, nachdem er in der 14. Etappe bereits die Bergankunft beim Monte Zoncolan für sich entschieden hatte. Nun steht der Brite, der seit der letztjährigen Vuelta unter Dopingverdacht steht, nach seinem spektakulären Coup vor dem ersten Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt.

Der Vorjahressieger Dumoulin (5. der Etappe) und der Franzose Thibaut Pinot (3.) hielten den Schaden noch einigermassen in Grenzen - dies auch dank der Unterstützung von Sébastien Reichenbach. Der Walliser unterstützte seinen Captain Pinot bis in die letzte Steigung hinein.

Mit 4:17 Minuten Rückstand belegt Pinot hinter Froome und Dumoulin neu Platz 3 in der Gesamtwertung. Der Franzose verdrängte den Italiener Domenico Pozzovivo vom Podest. Reichenbach erreichte das Ziel oberhalb der Skistation als hervorragender 6. der Etappe mit einem Rückstand von 6:13 Minuten. Im Gesamtklassement verbesserte sich der Schweizer Edelhelfer in den 17. Rang.

Simon Yates, der bereits am Vortag Schwächen gezeigt hatte, erlebte einen rabenschwarzen Tag. Er verlor den Kontakt zur Spitzengruppe bereits vor Froomes Angriff und verlor bis ins Ziel fast 39 Minuten. In der Gesamtwertung fiel der Brite, der seit der 6. Etappe in der Maglia rosa gefahren war, auf Platz 18 zurück.

Am Samstag steht von Susa nach Cervinia noch einmal eine Alpenetappe mit zwei Pässen und einer Schlusssteigung im Programm, ehe am Sonntag das Finale in Rom folgt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.