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Der nächste Prüfstein

Nach der fussballerischen Herausforderung Belgien folgt für die Schweizer Nationalmannschaft am Montag gegen Island in Reykjavik ein physischer Härtetest.
So einfach wie beim 6:0 Anfang September in St. Gallen dürfte es für die Schweizer Nationalmannschaft heute Abend in Island nicht werden (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

So einfach wie beim 6:0 Anfang September in St. Gallen dürfte es für die Schweizer Nationalmannschaft heute Abend in Island nicht werden (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

(sda)

Starker Wind, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und ein Wechsel von Sonne und Regen empfingen die Schweizer Nationalmannschaft am Samstag bei ihrer Landung in Keflavik. Das garstige Wetter über der Insel im Nordatlantik mit seinen gut 300'000 Einwohnern bildete einen Kontrast zu den fast sommerlichen Temperaturen in Brüssel, wo die Schweiz am Freitag Belgien 1:2 unterlegen war.

Auch sportlich erwartet die SFV-Auswahl am Montag im Nationalstadion Laugardalsvöllur in Reykjavik eine komplett andere Aufgabe. Waren gegen die schnellen, technisch starken Belgier spielerische Elemente und taktische Kniffe gefragt, sind gegen den EM-Viertelfinalisten von 2016 physische Härte und Widerstandsfähigkeit gefordert. «Island ist ein sehr unangenehmer Gegner», sagte Nationaltrainer Vladimir Petkovic.

Wie zäh die Nordländer sein können, bewiesen sie seit ihrer Endrunden-Premiere 2016 zur Genüge: an der EM gegen Portugal (1:1) und England (2:1), in der WM-Qualifikation gegen Kroatien (1:0), an der WM gegen Argentinien (1:1) sowie vor wenigen Tagen in Guingamp, als sie gegen Frankreich bis fünf Minuten vor Schluss 2:0 führten, ehe sie den Sieg aus der Hand gaben. «Sie haben sehr kompakt gespielt und den Weltmeister in Schwierigkeiten gebracht», so Petkovic.

Veränderte Ausgangslage

Die Isländer rehabilitierten sich mit dem 2:2 zumindest teilweise für die schwachen Auftritte im September, als sie zum Auftakt der Nations League der Schweiz 0:6 und drei Tage später zuhause Belgien 0:3 unterlagen. «Die Qualität, die Disziplin und unsere Einstellung waren nicht gut», sagte der schwedische Coach Erik Hamren im Rückblick. «Wir haben unsere Prinzipien auf dem Platz nicht befolgt.»

Während die ersatzgeschwächten Isländer einen schwarzen Tag erwischten, ging bei den Schweizern nahezu alles auf, womit der sportliche Wiederbeginn nach den Diskussionen und Turbulenzen während und im Nachgang der WM perfekt glückte. Die Gefahr, den Gegner nun deswegen aber zu unterschätzen, besteht nicht. «Wir sollten die Partie vom September nicht allzu gross in Erinnerung rufen», sagte Fabian Schär. «Es wird diesmal ein komplett anderes Spiel.»

Der Innenverteidiger gehörte am Freitag gegen Belgien trotz fehlender Spielpraxis bei Newcastle zu den Stärksten in der SFV-Auswahl. Das Standing des Ostschweizers im Kreis der Nationalmannschaft ist weiterhin deutlich höher als im Klub. Seit seinem Wechsel in die Premier League kam er erst in einem Meisterschaftsspiel zum Einsatz. «Das Schöne in der Nati ist, dass mir die Spieler und der Trainer vertrauen», so Schär. «Ich spüre, dass ich wichtig bin. Das schätze ich extrem.»

Mehr als ein Testspiel

Schärs physische Präsenz ist auch gegen die robusten Isländer gefragt, steht sportlich doch einiges auf dem Spiel. Will die Schweiz im November zum Abschluss gegen Belgien noch um den Einzug in das Final Four der Nations League kämpfen, braucht sie wohl einen Sieg. Mit einem Remis wäre zumindest der Klassenerhalt im neu geschaffenen Wettbewerb gesichert und die Chance gross, sich in der Abschlusstabelle aller zwölf Teams der obersten Liga in den Top Ten zu klassieren. Diese sind bei der Auslosung der zehn Qualifikationsgruppen für die EM Anfang Dezember in Dublin gesetzt.

Petkovic dürfte sich deswegen nicht auf allzu grosse Experimente einlassen, auch wenn er selbst die Spiele im Herbst zur «Experimentierphase» erklärt hatte. Das Gerüst der Mannschaft steht, der eine oder andere Ergänzungsspieler wird die Chance erhalten, sich in einem Wettbewerbsspiel zu bewähren. Die Partien nützt Petkovic vor allem auch dazu, das taktische Repertoire zu erweitern. Dass die Mannschaft im Stand ist, neue Ideen des Trainers umzusetzen, hat sie gegen England und Belgien unter Beweis gestellt.

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