Deutschland bezwingt Holland in spektakulärem Spiel in der letzten Minute

Deutschland meldet sich nach Monaten der Krise zum Auftakt der EM-Qualifikation zurück. Dank eines Treffers von Nico Schulz in der 90. Minute gewinnt es das Duell auswärts gegen die Niederlande 3:2.

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Die Niederlande und Deutschland schenkten sich im Duell der Erzrivalen in Amsterdam nichts (Bild: KEYSTONE/EPA ANP/KOEN VAN WEEL)
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Serge Gnabry erzielt an Virgil van Dijk vorbei das 2:0 für Deutschland (Bild: KEYSTONE/AP/PETER DEJONG)
Am Schluss eines packenden Spiels jubelte Deutschland: Nico Schulz erzielte in der 90. Minute das 3:2 für die Gäste (Bild: KEYSTONE/AP/PETER DEJONG)
Das 1:0 für Deutschland: Leroy Sané bezwingt Jasper Cillessen (Bild: KEYSTONE/EPA/SASCHA STEINBACH)
Bundestrainer Joachim Löw stand nach den schwachen Ergebnissen in den letzten Monaten und seinen Personalentscheiden unter Druck (Bild: KEYSTONE/AP/PETER DEJONG)

Die Niederlande und Deutschland schenkten sich im Duell der Erzrivalen in Amsterdam nichts (Bild: KEYSTONE/EPA ANP/KOEN VAN WEEL)

(sda)

Was hatten die Deutschen in den letzten Monaten an Häme und Spott über sich ergehen lassen müssen? Nach dem blamablen Auftritt als Titelverteidiger an der WM in Russland folgte im Herbst in der Nations League der Abstieg in die Liga B. Bundestrainer Joachim Löw wurde arg kritisiert, zuletzt für die Art der Ausbootung der drei ehemaligen Weltmeister Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller.

Zum Auftakt der EM-Qualifikation zeigte sich das verjüngte Team aber bereit, die DFB-Auswahl spielte in Amsterdam zumindest eine Halbzeit lang gross auf. Dank Treffern von Leroy Sané und Serge Gnabry, der einen Traumtreffer erzielte, lagen die Deutschen zur Pause in der Johan-Cruyff-Arena verdient 2:0 in Führung.

Dass die Mannschaft noch nicht gefestigt ist, offenbarte sich in der zweiten Halbzeit, als sie arg unter Druck geriet und die Partie beinahe kippte. Dies lag aber auch am Gastgeber, der nach der Pause aufdrehte. Niederlandes Trainer Ronald Koeman hatte von einer Vierer- auf eine Dreierkette umgestellt, womit das Angriffsspiel des Heimteams plötzlich in Schwung kam. Matthijs de Ligt, der Captain von Ajax Amsterdam, und Memphis Depay glichen bis zur 63. Minute aus.

Dass den Deutschen am Ende aber doch noch die Revanche für die 0:3-Niederlage im letzten Herbst gelang, lag an Nico Schulz, dem Torschützen zum 3:2, aber auch an Ilkay Gündogan und an Marco Reus, der leicht angeschlagen nicht von Beginn an spielte. Die beiden von Löw eingewechselten Routiniers bereiteten den Siegtreffer mustergültig vor.

Niederlande - Deutschland 2:3 (0:2)

Amsterdam. - 51'694 Zuschauer. - SR Manzano (ESP). - Tore: 15. Sané 0:1. 34. Gnabry 0:2. 48. De Ligt 1:2. 63. Depay 2:2. 90. Schulz 2:3.

Niederlande: Cillessen; Dumfries, De Ligt, Van Dijk, Blind; Wijnaldum, De Roon (91. Luuk de Jong), Frenkie de Jong; Promes, Depay, Babel (46. Bergwijn).

Deutschland: Neuer; Ginter, Süle, Rüdiger; Kehrer, Kimmich, Kroos, Schulz; Goretzka (70. Gündogan); Gnabry (88. Reus), Sané.

Bemerkung: Deutschland ohne Klostermann (verletzt).

Nordirland - Weissrussland 2:1 (1:1). - Belfast. - SR Raczkowski (POL). - Tore: 30. Jonny Evans 1:0. 33. Stasewitsch 1:1. 87. Magennis 2:1.

Rangliste: 1. Nordirland 2/6 (4:1). 2. Deutschland 1/3 (3:2). 3. Niederlande 2/3 (6:3). 4. Estland 1/0 (0:2). 5. Weissrussland 2/0 (1:6).