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Die schönsten Minuten des Siegestorschützen

Christian Fassnacht, längere Zeit verletzt gewesen, verschafft den Young Boys und den Fans nach eher schwierigen Wochen mit dem Siegestor ein Glücksgefühl. Ihnen - und auch sich selbst.
Das sehr späte 2:1 versetzte die Spieler und das ganze Stade de Suisse in Begeisterung (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)Das sehr späte 2:1 versetzte die Spieler und das ganze Stade de Suisse in Begeisterung (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Christian Fassnachts Jubel direkt vor dem Sektor D, vor den Hardcore-Fans (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)Christian Fassnachts Jubel direkt vor dem Sektor D, vor den Hardcore-Fans (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Nicht immer lässt Gerardo Seoane seinen Gefühlen freien Lauf wie hier (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)Nicht immer lässt Gerardo Seoane seinen Gefühlen freien Lauf wie hier (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
Captain Fabian Lustenberger, hier gegen Glen Kamara, musste seine Zweikampfstärke sehr oft ausspielen (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)Captain Fabian Lustenberger, hier gegen Glen Kamara, musste seine Zweikampfstärke sehr oft ausspielen (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Jordan Lotomba, Torschütze Roger Assalé und Fabian Lustenberger (von links) freuen sich nach dem 1:1. Hinten Michel Aebischer (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)Jordan Lotomba, Torschütze Roger Assalé und Fabian Lustenberger (von links) freuen sich nach dem 1:1. Hinten Michel Aebischer (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)
Die Liverpooler Legende Steven Gerrard erlebte mit den Glasgow Rangers in Bern keinen erfeulichen Abend (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)Die Liverpooler Legende Steven Gerrard erlebte mit den Glasgow Rangers in Bern keinen erfeulichen Abend (Bild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)
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Die schönsten Minuten des Siegestorschützen

(sda)

Fassnacht beschrieb sein Tor in der 93. Minute, das den 2:1-Sieg gegen die Glasgow Rangers bedeutete so: «Ich sah, dass der Ball in die Tiefe kam. Ich haute einfach drauf und sah, dass der Ball im Tor war. Dann spürte ich pure Glückshormone im Körper, eine Riesenfreude. Es war natürlich umso schöner, dass ich das direkt vor den eigenen Fans tun konnte. Es war ein unglaubliches Gefühl.»

Vorher war auch für Fassnacht im Spiel nicht alles eitel Freude gewesen: «Es war ein zähes Spiel. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir viele einfache Ballverluste. Es gibt Spiele, in denen man spielerisch nicht so gut ist, und dann muss man es über den Kampf probieren. Für uns war die Pause wirklich Gold wert, wir konnten uns wieder sammeln.»

Captain Fabian Lustenberger: «In den letzten Wochen ist es uns nicht gelungen, spät noch Tore zu schiessen. Jetzt haben wir es geschafft, und deshalb freuen wir uns. Das gibt uns sicher Auftrieb für die nächsten Wochen. Es war ein perfekter Europacup-Abend. Es hat grossen Spass gemacht mit dieser Kulisse. Die Fans waren immer bei uns.»

Trainer Gerardo Seoane leitet in der Medienkonferenz nach dem Match allfällige Komplimente direkt an andere weiter: «Über die Geschichte des Spiels gäbe es viel zu erzählen, aber ich möchte vor allem der Mannschaft für diesen tollen Abend danken. Für diesen Einsatz, für diese Willens- und Mentalitätsleistung. Wir kennen die Widerstände, gegen die wir im Moment kämpfen müssen. Ein grosses Dankeschön auch unseren Zuschauern, die uns in der zweiten Halbzeit unermüdlich gepusht haben. Sie haben wie wir noch daran geglaubt, dass etwas möglich ist. Die letzten fünf Minuten waren ein Wechselbad der Gefühle. Die Mannschaft, die ein bisschen glücklicher war, hat heute gewonnen.»

Rangers-Trainer Steven Gerrard: «Fussball ist manchmal grausam. Wir müssen die Schuld auf uns nehmen, wir haben den Young Boys den Sieg heute geschenkt. Unsere Spieler hielten sich gut an unseren taktischen Plan. Aber wir haben sie nach unserer Führung wieder ins Spiel kommen lassen.» Der legendäre frühere Spieler des FC Liverpool regte sich an der Medienkonferenz über zwei Dinge auf. Über die Strafraum-Szene in der 47. Minute, in der die Rangers nach einem Foul von Ulisses Garcia seiner Meinung nach einen Penalty hätten zugesprochen bekommen müssen. Und über die Tatsache, dass der bereits verwarnte YB-Innenverteidiger Frederik Sörensen nach einem weiteren Foul nicht mit Gelb-rot vom Platz gestellt wurde. Beim Siegestor der Berner hätten sich seine Spieler naiv angestellt, befand Gerrard. «Individuelle Fehler haben diese Niederlage verursacht.» Gerrard hob ausserdem die nicht alltägliche Parade von Torhüter David von Ballmoos in der 90. Minute hervor. «Es gab einfach wichtige Szenen, die gegen uns gelaufen sind.»

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