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Domenig: «Es war ein Privileg, mit ihm zusammenzuarbeiten»

Gaudenz Domenig ist seit 2011 Präsident des HC Davos. Nun muss er sich zum ersten Mal nach einem Trainer umsehen, da ihm Arno Del Curto mitteilte, dass er nach mehr als 22 Jahren sein Amt abgibt.
Vor einer schwierigen Trainersuche: HCD-Präsident Gaudenz Domenig (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Vor einer schwierigen Trainersuche: HCD-Präsident Gaudenz Domenig (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

(sda)

Für Domenig war dessen Entscheid ein Schock, obwohl es für ihn durchaus ein mögliches Szenario war.

Gaudenz Domenig, von aussen betrachtet ist der Zeitpunkt des Rücktritts von Arno Del Curto überraschend. Wie war es für Sie, wurden Sie davon etwas überrumpelt?

«Nein, das kann man nicht sagen. Ich habe mich in den letzten Tagen viel mit Arno ausgetauscht und wusste, dass er mit diesem Entscheid ringt. Wir hätten uns einen anderen Entscheid gewünscht, er wählte nun aber von zwei oder drei Optionen diese aus.»

Dabei zeigte die Mannschaft zuletzt bessere Leistungen. Was für eine Begründung hat er Ihnen gegeben?

«Wir hatten eigentlich auch das Gefühl, dass eine gewisse leichte Aufwärtstendenz erkennbar ist. Wir sagten immer, dass es für uns keinen Grund für einen Trainerwechsel gibt, falls dies der Fall ist. Wir wollten die Ruhe bewahren und ihm Zeit geben. Einen spezifischen Grund für seinen Entscheid gab Arno nicht. Er sagte aber schon vor langer Zeit, als wir langfristige Verträge mit ihm hatten, dass er gehen würde, wenn er die Mannschaft nicht mehr erreiche. Er ist in seinen Entscheiden manchmal sehr konsequent. Ich kann es nur so interpretieren. Ich kann aber nicht in seinen Kopf hineinsehen, weiss nicht, was im Einzelnen diesen Entscheid bewirkt hat. Er ist aber sicher nicht schnell und leichtfertig gefallen, sondern nach intensivem Austausch mit dem Verwaltungsrat, aber auch mit sich selber, und ich glaube auch mit Freunden. Da weiss ich jedoch nichts Konkretes.»

War der Rücktritt für Sie ein Schock?

«Ja, das ist es schon. Dadurch verändert sich viel, das ist klar. Wir müssen uns in vieler Hinsicht neu aufstellen. In diesem Prozess befinden wir uns gewissermassen schon. Wir sind uns institutionell sehr stark am verfestigen: Hallenerneuerung, Trainingshalle und so weiter. Bis jetzt sahen wir ihn immer als extrem starke Säule im Zentrum davon. Das ist nun nicht mehr der Fall. Nun müssen wir schauen, wie wir diese Säule ersetzen.»

Was verliert der HCD aus ihrer Sicht mit dem Rücktritt von Arno Del Curto?

«Zuerst einmal einen aussergewöhnlich talentierten Trainer, aber auch einen aussergewöhnlichen und leidenschaftlichen Menschen für das Eishockey sowie einen extrem guten Freund. Es war ein Privileg, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wir verlieren viel. Für einen Nachfolger ist es unmöglich, ihn eins zu eins zu ersetzen. Wir müssen uns nun wahrscheinlich anders organisieren.»

Der neue Mann an der Bande kann eigentlich nur verlieren. Wie läuft die Suche nach einem neuen Trainer ab?

«Wahrscheinlich braucht es zunächst eine Interimslösung. Wir müssen eine Lösung für diese Saison finden, müssen entscheiden, ob die beiden Assistenten (Remo Gross und Sandro Rizzi, die Red.) nach dem Cupspiel weitermachen. Dann gilt es, eine permanente Lösung zu finden. Im idealsten Fall finden wir jemanden, der kurzfristig kommt, von dem wir glauben, dass er der bestmögliche Ersatz für Arno ist und die nächsten 22 Jahre machen kann. Das ist jedoch eher unwahrscheinlich. Wir haben eine Liste für eine Interimslösung und eine mögliche Liste mit permanenten Lösungen, bei der wir es etwas gemächlicher angehen können und wo wir sehr sorgfältig vorgehen müssen. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass sich die Interimslösung in eine permanente entwickelt. Schliesslich haben wir keine Erfahrung bei der Trainersuche.»

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