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Interview

Roger Federer nach dem Aus am US Open: «Du hast das Gefühl, du kriegst keine Luft mehr»

Hohe Temperaturen, 80 Prozent Luftfeuchtigkeit: Die Bedingungen haben Roger Federer beim US Open zu schaffen gemacht. Der 37-Jährige erklärt sein Achtelfinal-Out gegen John Millman.
Christian Finkbeiner (SDA), New York
Federer litt während seinem Match besonders unter der schwülen Hitze. (Bild: EPA/JASON SZENES)

Federer litt während seinem Match besonders unter der schwülen Hitze. (Bild: EPA/JASON SZENES)

Roger Federer, was war heute das Problem und wie sehr haben die Bedingungen Ihre Leistung beeinflusst?

«Es war sehr heiss und einer der Abende, an dem du das Gefühl hast, du kriegst keine Luft mehr. Ich hatte Probleme mit den Bedingungen. Warum, weiss ich nicht, denn dies ist mir schon lange nicht mehr passiert.»

Wann haben Sie gemerkt, dass es heute schwierig werden würde?

«Ich habe sofort gespürt, dass es sehr heiss ist, weswegen ich mich draussen aufwärmte, um mich daran zu gewöhnen. Die Probleme begannen dann bereits zu Beginn des zweiten Satzes, weshalb es doppelt bitter war, dass ich den zweiten Satz verlor. Danach gab es verschiedene Phasen, mal ging es besser, mal schlechter. In einem Best-of-5-Match hat man mehrere Leben.»

Mit Ferrer und Juschni hatten in der ersten Woche Spieler in Ihrem Alter ebenfalls aufgegeben. Spürt man bei diesen Bedingungen das Alter besonders?

«Es ist keine Frage des Alters. Ferrer hatte ein Problem mit der Achillessehne, bei Juschni weiss ich nicht, was der Grund war. Viele Spieler hatten aber Probleme - auch, weil in den grossen Stadien die Luft kaum zirkuliert. Mir ist erstmals seit langem wieder passiert, dass ich Probleme bekundete.»

Hatte der Gegner keine Schwierigkeiten?

«John ist sicher einer, der sich solche Bedingungen gewöhnt ist. Er hatte heute weniger Probleme als ich. Allerdings hatte auch er Mitte des zweiten Satzes Mühe, aber ich hatte immer das Gefühl, dass ich mehr am Limit bin als er. Er hat unter schwierigen Bedingungen grossartig gespielt.»

Sie haben sehr schwach aufgeschlagen. Woran lag dies?

«Durch die Luftfeuchtigkeit und die Hitze hast du eine Müdigkeit im Körper, weil dieser den Sauerstoff kaum aufnimmt. Das kann dazu führen, dass man nicht so gut serviert oder nicht so explosiv spielt, wie man sich das wünscht. Den Rhythmus zu finden, war nicht einfach. Zudem ist alles nass; der Griff, die Hand, die Kleider. Das macht die ganze Sache noch schwieriger.»

Hatten Sie auch einmal Bedenken wegen Ihrer Gesundheit?

«So lange man in Führung liegt, sieht man alles noch positiv. Das Problem ist, wenn die Ballwechsel anstrengender werden und man beginnt, die Punkte zu verlieren. Dann denkt man schon, für die Gesundheit ist das Ganze wohl auch nicht gerade ideal. Aber es gehört dazu, und der Gegner macht das Gleiche durch. Zudem habe ich schon bei heisseren Bedingungen gespielt.»

Wenn Sie die letzten Monate betrachten, wie beurteilen Sie die Turniere in Wimbledon, Cincinnati und hier?

«Was in Wimbledon passiert ist, habe ich bereits erklärt. Cincinnati war ziemlich gut, auch wenn die Bedingungen sehr schnell waren und es schwierig war, einen Rhythmus zu finden. Der Final war nicht gut von meiner Seite, aber das kann passieren: Und auf der anderen Seite stand immerhin Novak. Hier war es heute einfach heiss, das gibt es leider gelegentlich. Nun freue ich mich auf eine Pause. Am Laver Cup werde ich zurückkehren und dann hoffe ich, dass ich das Jahr stark beenden kann.»

Matchball von John Millman:

So verabschiedet sich Roger Federer von den US Open 2018:

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