Ein logischer Heimsieg für den FC Zürich

Der FC Zürich hat seinen Lauf in der Super League fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin schlug Luzern zuhause 3:0 und stürzte die Zentralschweizer weiter in die Krise.

Drucken
Teilen
Doppeltorschütze gegen Luzern: Blaz Kramer ist Zürichs Mann der Stunde (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Doppeltorschütze gegen Luzern: Blaz Kramer ist Zürichs Mann der Stunde (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Keine Frage, die neu formierte Mannschaft von Ludovic Magnin benötigte zu Beginn der Saison einige Anlaufzeit. Inzwischen aber lässt sich der Fussball, den sie spielt, durchaus sehen. Augenscheinlich hat sich das Ensemble gefunden, auf das sich Magnin nach längerem Suchen festgelegt hat. Die Zürcher spielen nun gefällig, mit viel Selbstvertrauen und der für eine Spitzenmannschaft nötigen Effizienz. So wie Luzern zum vierten Mal in Folge verlor, baute der FCZ seine Serie auf vier Siege aus.

Der FCZ gewann nicht nur, er gewann schön. Erneut war der anfangs verschiedentlich schon als Fehltransfer betitelte Blaz Kramer einer der Torschützen. Der 23-jährige Slowene traf doppelt, dazu erzielte Marco Schönbächler seinen vierten Saisontreffer. Antonio Marchesano leitete zwei Tore mit feiner Übersicht ein.

Kramer vollendete in der 13. Minute eine sehenswerte Passkombination mit Kevin Rüegg als vorletztes Glied in der Kette und traf zum vierten Mal in Folge in der Liga. Schönbächler nutzte nach einer Stunde einen mustergültigen Pass in die Schnittstelle von Simon Sohm zur Vorentscheidung. Auch weil die Luzerner wegen einer Roten Karte gegen Blessing Eleke wegen eines Fouls mit gestrecktem Bein mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl spielten, blieb eine ernsthafte Reaktion der Gäste aus. Ein eher zufällig entstandener Lattenschuss von Darian Males in der 53. Minute blieb die gefährlichste Aktion.

Zürichs Heimsieg war auch deshalb ein logischer, weil Luzern nach drei Niederlagen und den jüngsten Querelen abseits des Rasens nicht aus dem Tief fand. Auch die frühe Führung war angesichts der Zürcher Dominanz naheliegend. Die Gäste aus Luzern benötigten mehr als eine halbe Stunde, um selbst einmal zu einem Abschluss zu kommen. Ibrahima Ndiaye setzte seinen Weitschuss neben das Tor.

Zürich - Luzern 3:0 (1:0)

8398 Zuschauer. - SR Horisberger. - Tore: 13. Kramer (Rüegg) 1:0. 59. Schönbächler (Sohm) 2:0. 68. Kramer (Pa Modou) 3:0.

Zürich: Brecher; Rüegg (64. Britto), Nathan, Omeragic, Pa Modou; Domgjoni, Sohm (85. Janjicic); Tosin, Marchesano, Schönbächler; Kramer (79. Ceesay).

Luzern: Müller; Sidler, Knezevic, Lucas, Grether; Voca, Mistrafovic; Eleke, Males (73. Cirkovic), Ndiaye (83. Margiotta); Schürpf.

Bemerkungen: Zürich ohne Charabadse, Hekuran Kryeziu, Mirlind Kryeziu, Mahi und Winter (alle verletzt). Luzern ohne Arnold, Binous, Kakabadse, Ndenge, Schulz und Schwegler (alle verletzt). 53. Lattenschuss Males. 42. Rote Karte gegen Eleke (Foul). Verwarnungen: 65. Voca (Foul). 93. Sidler (Foul).

Weiteres Resultat vom Samstag: Servette - Basel 2:0 (1:0). - Am Sonntag: Sion - Young Boys 16.00. St. Gallen - Neuchâtel Xamax FCS 16.00. Thun - Lugano 16.00.

Rangliste: 1. Young Boys 14/31 (34:18). 2. Basel 15/30 (33:15). 3. St. Gallen 14/26 (29:19). 4. Zürich 15/24 (19:26). 5. Servette 15/21 (21:16). 6. Sion 14/17 (19:25). 7. Luzern 15/15 (14:21). 8. Lugano 14/13 (13:18). 9. Neuchâtel Xamax FCS 14/12 (17:25). 10. Thun 14/9 (13:29).