Europa League

Ein Punkt, und YB kann sich im Frühling zeigen

Die Young Boys benötigen im letzten Gruppenspiel am Donnerstagabend ab 18.55 Uhr einen Punkt, um in der Europa League weiterzukommen. Die Berner spielen im Wankdorf gegen den rumänischen Meister Cluj.

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Mit einem oder zwei Toren könnte Goalgetter Jean-Pierre Nsame für YB alles klarmachen
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Christopher Martins steht nach längerer Verletzungspause wieder im Kader der Berner. Er ist einsatzbereit
Goalie David von Ballmoos ist YBs Captain anstelle des verletzten Fabian Lustenberger. Zuletzt zeigte der Emmentaler praktisch durchwegs sehr gute Leistungen
Der 18-jährige Mittelfeldspieler Fabian Rieder ist die Entdeckung des Herbstes im Wankdorf
YBs Trainer Gerardo Seoane zeigt vor dem entscheidenden Match gegen Cluj Zuversicht

Mit einem oder zwei Toren könnte Goalgetter Jean-Pierre Nsame für YB alles klarmachen

KEYSTONE/ANTHONY ANEX
(sda)

Seit Gruppenphasen zum Europacup gehören, sind die Young Boys nicht die Schweizer Mannschaft, die typischerweise im Frühling in den K.o.-Runden mittut. Nur zweimal war es der Fall. 2010/11 scheiterten sie in den Sechzehntelfinals an Zenit St. Petersburg, 2014/15 ebenfalls in der ersten K.o.-Runde mit 1:3 und 1:4 an Everton.

Seither schieden sie dreimal nach den Gruppenspielen aus - zweimal in der Europa League, einmal in der Champions League. Gegenüber dem FC Basel, der in vielen Jahren zahlreiche beachtenswerte Erfolge im Europacup abgeliefert hat, haben die Berner einiges aufzuholen.

In den nationalen Ligen haben YB und Cluj, die Mannschaft aus der zweitgrössten Stadt Rumäniens, miteinander Schritt gehalten. Beide wurden ab 2018 dreimal in Serie Meister. Während YB auch jetzt wieder führt, liegt Cluj nach 12 Spielen als Dritter 6 Punkte hinter Leader FCSB, dem ehemaligen ruhmreichen Steaua Bukarest.

In den ersten fünf Runden der Gruppenphase war Cluj in der Offensive harmlos. Nach einem anfänglichen 2:0-Sieg bei CSKA Sofia erzielten die Rumänen nur noch ein Tor, nämlich beim 1:1 im unansehnlichen Spiel zuhause gegen YB.

Achillesferse Innenverteidigung?

Bleibt Cluj auch in Bern harmlos, werden sich die aktuellen Schwierigkeiten der Young Boys in der Abwehr möglicherweise nicht auswirken. Trainer Gerardo Seoane kann für das entscheidende Spiel in der Hintermannschaft nicht aus dem Vollen schöpfen. Fabian Lustenberger ist verletzt, Ali Camara nach der Tätlichkeit und der Roten Karte im Spiel in Rom gesperrt.

Somit fehlt das Gespann der ersten Wahl in der Innenverteidigung. Es könnte die Achillesferse werden. Jordan Lefort und Nicolas Bürgy oder Cedric Zesiger dürften das Abwehrzentrum bilden. Silvan Hefti und Ulisses Garcia sind auf den Seiten gegeben.

Unter diesen Voraussetzungen dürfte sich Seoane für das in der Super League praktizierte 4-4-2 entscheiden. Die Liste der abwesenden Mittelfeldspieler ist noch. Es fehlen verletzungshalber Vincent Sierro, Kevin Spielmann, Sandro Lauper und möglicherweise auch Christian Fassnacht.

Dennoch kann Seoane eine kompetitive Linie antreten lassen: Miralem Sulejmani, David Aebischer, Shooting Star Fabian Rieder und Nicolas Moumi Ngamaleu, dazu als Alternative in der Mitte und links Gianluca Gaudino. Christopher Martins ist nach längerem Ausfall wieder im Aufgebot.

Für den Zwei-Mann-Sturm kann sich Seoane zwischen Meschack Elia und Felix Mambimbi als Sekundanten von Goalgetter Jean-Pierre Nsame entscheiden. Die Vorzüge des breiten und ausgeglichenen Kaders könnten den Young Boys gerade in dem wichtigen Match zupass kommen.

Die möglichen Aufstellungen

Young Boys - Cluj. - Wankdorf Bern. - SR Bastien (FRA).

Young Boys: Von Ballmoos; Hefti, Zesiger, Lefort, Garcia; Sulejmani, Rieder, Aebischer, Moumi Ngamaleu; Nsame, Elia.

Cluj: Balgradean; Susic, Manea, Burca, Camora; Rondon, Djokovic; Vinicius, Paun-Alexandru, Pereira; Debeljuh.

Bemerkungen: Young Boys ohne Camara (gesperrt), Lustenberger, Sierro, Spielmann und Petignat (alle verletzt). Fraglich: Fassnacht. Cluj ohne Chipciu (gesperrt), Omrani, Ben Youssef, Cestor und Hoban (alle verletzt).