Emery streicht Captain Xhaka aus dem Aufgebot

Granit Xhaka steht nicht im Aufgebot von Arsenal für die Partie der Premier League am Samstag gegen Wolverhampton. Trainer Unai Emery verzichtet nach den Ereignissen der letzten Tage seine Dienste.

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Granit Xhaka wird am Samstag gegen Wolverhampton für Arsenal nicht auflaufen (Bild: KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT)

Granit Xhaka wird am Samstag gegen Wolverhampton für Arsenal nicht auflaufen (Bild: KEYSTONE/EPA/ETIENNE LAURENT)

(sda)

Mit finsterer Miene, provokanten Gesten und Fluchwörtern hatte Xhaka am Sonntag im Spiel gegen Crystal Palace bei seiner Auswechslung nach einer Stunde das Spielfeld verlassen. Pfiffe und Buhrufe von den eigenen Fans hatten den Captain begleitet, der die Unzufriedenen mit Armbewegungen und einer Hand am Ohr zynisch dazu aufforderte, ihren Unmut doch noch etwas lauter zu äussern. Emery tadelte unmittelbar nach der Partie das Verhalten seines Captains. Am Donnerstag liess der Trainer dann in einem Interview verlauten, dass Xhaka «am Boden zerstört sei» und er diesen zuerst wieder aufrichten müsse.

Der Schweizer Internationale äusserte sich erst am Donnerstag über die sozialen Medien zu dem Vorfall. Die wiederholt beleidigenden Kommentare in den letzten Wochen und Monaten an den Spielen und in den sozialen Netzwerken hätten ihn zutiefst verletzt, schrieb Xhaka, wobei er konkrete Beispiele nannte: «Wir werden dir die Beine brechen», «Tötet seine Frau» oder «Ich wünsche deine Tochter kriegt Krebs». Die Ablehnung der Fans am Sonntag bei seiner Auswechslung hätte das Fass zum überlaufen gebracht. Xhaka entschuldigte sich für sein Verhalten bei denjenigen Fans, die den Klub, das Team und ihn positiv unterstützen würden.

Seit seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Arsenal im Sommer 2016 für rund 50 Millionen Franken steht Xhaka vor allem bei den englischen TV-Experten wiederholt in der Kritik. Seit seiner Ernennung zum Captain zu Beginn dieser Saison und aufgrund der mässigen Resultate der «Gunners» hat diese weiter zugenommen.