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Enzo Corvi: «Ein Sieg, das ist gar nichts»

Mit dem 2:1-Sieg nach Penaltyschiessen bei den Rapperswil-Jona Lakers vermeidet der HC Davos den Fall ans Tabellenende fürs Erste. Nichtsdestotrotz ist der aktuelle Zustand des Teams alarmierend.
Enzo Corvi nach seinem versenkten Penalty zum Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers. (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)

Enzo Corvi nach seinem versenkten Penalty zum Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers. (Bild: KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER)

(sda)

Davos ist mit 31 Titeln Schweizer Rekordmeister. Seit dem Wiederaufstieg im Jahr 1993 haben die Bündner als einzige Mannschaft in der höchsten Liga stets die Playoffs erreicht. Diese Serie droht nun ein Ende zu nehmen. Nach 14 Meisterschaftsspielen hat der HCD lediglich elf Punkte auf dem Konto, der Rückstand auf Platz 8 beträgt zehn Punkte.

Vielmehr geben aber die Auftritte als solches zu denken. Die Davoser haben bereits 53 Gegentore kassiert, das sind beinahe vier pro Partie. Und dies, obwohl vor der Saison mit dem Schweden Anders Lindbäck ein ausländischer Goalie verpflichtet worden war, der über die Erfahrung von 135 Partien in der NHL verfügt. Der 30-Jährige war bislang aber nicht jener Rückhalt, den der HCD brauchen würde. Nur der Genfer Keeper Robert Mayer (86,87) weist in der National League eine tiefere Abwehrquote aus als Lindbäck (88,98). Die Krise aber an ihm festzumachen, wäre falsch, leisteten sich doch seine Vorderleute viel zu viele Fehler, brach das Team nach einem Gegentreffer oft auseinander.

Magere Torproduktion der Teamleader

Allerdings präsentieren sich die Davoser nicht nur in der Defensive nicht auf der Höhe, sondern auch im Angriff. Einzig Aufsteiger Rapperswil-Jona (17) hat ligaweit weniger Tore geschossen als der HCD (25). Dabei wäre insbesondere in der Offensive genügend Potenzial vorhanden. Der hoch gepriesene Enzo Corvi, einer der produktivsten Schweizer Spieler beim Gewinn der WM-Silbermedaille im Mai in Kopenhagen, brachte es bislang auf mickrige fünf Skorerpunkte (2 Treffer). Captain Andres Ambühl war ebenfalls erst zweimal erfolgreich. Und Marc Wieser, in den vergangenen Jahren regelmässiger Torschütze, hat gar erst einen Assist auf dem Konto. Auch die Produktion der Ausländer lässt bislang mit total sechs Treffern zu wünschen übrig. Perttu Lindgren, der praktisch die gesamte vergangene Saison wegen einer Hüftverletzung verpasst hatte, ist aktuell nur ein Schatten seiner selbst und hat nach neun Einsätzen noch keinen Punkt erzielt.

Arno Del Curto, seit 1996 im Amt, steht also vor seiner bisher grössten Herausforderung als Trainer der Davoser. Zwar waren die Bündner am 23. November 1999 nach 23 Runden Tabellenletzter, der Rückstand auf einen Playoff-Platz betrug damals allerdings nur einen Punkt. Diesmal ist die Situation deutlich misslicher, dennoch ist eine Absetzung Del Curtos aktuell kein Thema. «Man muss immer wieder alle Positionen hinterfragen, und wenn es schlecht läuft, muss man das intensiver tun», sagte HCD-Präsident Gaudenz Domenig in einem Interview auf dem Sender «MySports». «Bis jetzt sind wir aber zum Schluss gekommen, dass es am aussichtsreichsten ist, vorläufig mit ihm weiterzufahren. Es gibt aber kein Heiligtum».

Immerhin gelang es dem HCD am Dienstag in Rapperswil-Jona, der sechs Spiele dauernden Niederlagenserie in der National League ein Ende zu setzen. Für Corvi ist aber klar, dass sich die Mannschaft immer noch in einer Krise befindet. «Ein Sieg, das ist gar nichts», sagte er am Dienstag nach dem Spiel. Der routinierte Verteidiger Félicien Du Bois antwortete auf die Frage, wie gross die Erleichterung sei: «Nicht so gross wie alle denken. Es tut sicher gut zu gewinnen, aber man darf diesen Sieg nicht überbewerten. Es steht uns noch viel Arbeit bevor». Dem ist nichts hinzuzufügen.

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