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Equipenchef Andy Kistler: «Eine sportliche Katastrophe»

Die Türe zu Gold oder einer andersfarbigen Medaille für die Schweizer Springreiter an den Weltreiterspielen in Tryon steht vor dem letzten Umgang der Team-Wertung weit offen. Doch es gibt gar nichts.
Die Verweigerung. Der Hengst Bacardi mit Janika Sprunger im Sattel will das Hindernis nicht nehmen. I den Tagen zuvor hatte das Paar noch mit der besten Leistung des Schweizer Quartetts für die vorzügliche Ausgangslage gesorgt. (Bild: KEYSTONE/EPA/ERIK S. LESSER)

Die Verweigerung. Der Hengst Bacardi mit Janika Sprunger im Sattel will das Hindernis nicht nehmen. I den Tagen zuvor hatte das Paar noch mit der besten Leistung des Schweizer Quartetts für die vorzügliche Ausgangslage gesorgt. (Bild: KEYSTONE/EPA/ERIK S. LESSER)

(sda)

Nach einem 4. Rang stand die Equipe bodenlos enttäuscht mit leeren Händen da. «Wir sind alle am Boden zerstört», sagte der niedergeschlagene Equipenchef Andy Kistler. «Das war eine Art Super-GAU. Ohne nichts dazustehen ist eine sportliche Katastrophe.» Zwei Abwürfe und ein Streichresultat hätte sich die nach den ersten zwei Tagen führende Schweizer Mannschaft an den Weltmeisterschaften leisten können, um Gold zu gewinnen und Geschichte zu schreiben. Doch bereits nach den 13 Strafpunkten von Startreiter Werner Muff mit Daimler und dem Ausschieden von Janika Sprunger nach zwei Verweigerungen waren der Goldtraum geplatzt und die Medaillenränge in weite Ferne gerückt. Selbst ein Blankoritt von Martin Fuchs auf Clooney brachte die Schweiz nicht mehr zurück ins Rennen. Und Steve Guerdat, der als Schlussreiter einen Abwurf verzeichnete, hätte auch mit einer makellosen Leistung nichts ändern können.

«Wir hatten alles in der Hand, hätten unsere Stärken ausspielen können. Mehr offen kann eine Türe gar nicht sein», hielt Kistler fest. «Ein solchen Tag wird man in einem Sportlerleben nicht vergessen können.» Die positiven Aspekte spendeten an diesem bitteren Nachmittag in den USA keinen Trost. Ein 4. Rang unter 25 Nationen auf einem sehr anspruchsvollen Parcours zeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Die Olympia-Qualifikation - vor vier Jahren verpasste die Schweiz in Caen dieses Ziel und musste mit grossem Zittern den Umweg über die Europameisterschaften in Aachen 2015 nehmen - liegt für die Top-6-Nationen und somit die Schweiz in trockenen Tüchern. Doch die Gedanken an die Zukunft hatten im Bundesstaat North Carolina noch keinen Platz.

Kistler nahm seine Equipe in Schutz, fand aber für seinen Part Worte der Selbstkritik. Im Nachhinein würde er Werner Muff nicht mehr als Startreiter aufstellen. Im Jagdspringen, der ersten Prüfung, hatte noch Janika Sprunger souverän eröffnet und somit etwas Druck weggenommen. In den zwei Umgängen nach Nationenpreis-Modus erwischten Muff und Daimler die Kombinationen erneut nicht optimal. Das (vermeintliche) Streichresultat stand bereits zu Beginn fest.

Die Nomination hingegen blieb für ihn unbestritten - Muff rückte für den ursprünglich selektionierten Estermann nach, Arthur Gustavo da Silva behielt die Rolle als Ersatzmann. «Wir hatten hier die sportlich vielversprechendste Variante am Start», betonte Kistler.

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