Erster Final für Van der Graaff seit fast zwei Jahren

Die Schweizer Langläuferin Laurien van der Graaff erreicht beim Sprint-Weltcup in Dresden erstmals seit fast zwei Jahren wieder den Final.

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Im Prolog des City-Sprints in Dresden die Zweitschnellste: Laurien van der Graaff.

Im Prolog des City-Sprints in Dresden die Zweitschnellste: Laurien van der Graaff.

KEYSTONE/URF
(sda)

Am Ende belegte die 32-jährige Davoserin beim Sieg von Linn Svahn aus Schweden den 6. Platz. Nadine Fähndrich scheiterte im Halbfinal und kam auf den 9. Schlussrang.

Nach einer unbefriedigenden letzten Saison hatte Van der Graaff lange mit sich gerungen, ob sie ihre Karriere fortsetzen will. Zuletzt stimmte dann die Form, doch wiederholte Stürze - zuletzt kurz vor dem Jahreswechsel in der Tour de Ski - hatten die Bündnerin mit niederländischen Wurzeln an Spitzenresultaten gehindert. 2020 sollte anders werden - und ein Anfang ist nun geglückt.

Für einmal lachte das Glück der Schweizerin. Nach einem starken Prolog mit der zweitbesten Zeit rutschte sie als Vierte ihres Halbfinals über die Zeit gerade noch in den Final - ihren ersten seit Lahti im März 2018. Dort fehlte dann die Energie für mehr als den letzten Platz.

In dieser Form dürfen sich Van der Graaff und Fähndrich auch am Sonntag für den Teamsprint in der Dresdner Innenstadt einiges ausrechnen. Zuletzt liefen sie kurz vor Weihnachten in Planica als erstes Schweizer Team auf den 3. Platz.

Bei den Männern setzte sich in Abwesenheit von Sprintkönig Johannes Hösflot Klaebo wie erwartet der Franzose Lucas Chanavat durch. Jovian Hediger erreichte als einziger Schweizer die K.o.-Runden, schied aber nach einem unverschuldeten Sturz im Viertelfinal aus. So resultierte für den Waadtländer der 17. Schlussrang.

Neben Klaebo verzichteten eine Woche nach dem Finale der Tour de Ski auch der Toursieger Alexander Bolschunow und der zweitplatzierte Sergej Ustjugow auf den Sprint in Sachsen.