Erstmals seit 2007 kein spanisches Team im Halbfinal

Das 2:8 in den Viertelfinals der Champions League zwischen Barcelona und Bayern München ist in vielerlei Hinsicht historisch. Fakten und Zahlen zur Demütigung der Spanier durch die Bayern.

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Barcelonas Ansu Fati (rechts) gegen Bayerns Joshua Kimmich - die beiden Teams lieferten sich eine denkwürdige und historische Partie

Barcelonas Ansu Fati (rechts) gegen Bayerns Joshua Kimmich - die beiden Teams lieferten sich eine denkwürdige und historische Partie

KEYSTONE/AP/Rafael Marchante
(sda/dpa/apa)

- Nach dem Aus von Real Madrid bereits in den Achtelfinals und nun Atletico Madrid und Barcelona in den Viertelfinals gehen die erfolgsverwöhnten Spanier in dieser Champions-League-Saison leer aus. Letztmals fanden die Halbfinals in der Saison 2006/2007 ohne spanische Beteiligung statt. Damals spielten Manchester United gegen den späteren Sieger AC Milan (Gesamtskore von 3:5) und Chelsea gegen Liverpool (1:1; 1:4 im Penaltyschiessen).

- Erstmals in 28 Jahren Champions League glückten mit Bayern München einer Mannschaft in einer K.o.-Runde acht Tore in einem Spiel. Zudem erzielte kein Team jemals zuvor in den ersten 31 Minuten eines Spiels in der Königsklasse vier Treffer. Während Bayern erstmals achtmal traf, kassierte Barcelona nie zuvor in einem Europacup-Spiel acht Tore.

- Das 8:2 von Bayern München war eine der torreichsten Partien in der Geschichte der Champions League. Nur in zwei Partien hatte es zuvor mehr Treffer gegeben als die 10 am Freitag in Lissabon: beim 8:4 von Borussia Dortmund gegen Legia Warschau im November 2016 und beim 8:3 von Monaco gegen La Corunã im November 2003.

- Kein Lionel Messi, kein Cristiano Ronaldo - die Halbfinals finden zum ersten Mal seit fast anderthalb Jahrzehnten ohne zumindest einen der beiden mehrfachen Weltfussballer statt. 2006 gewann Barcelona zwar den Titel, Messi war wegen einer Verletzung aus dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Chelsea aber nicht dabei.

- Erstmals seit Einführung der Champions League in der Saison 1992/93 werden drei von vier Halbfinalisten von Trainern aus einem Land betreut. Die deutschen Coaches Thomas Tuchel (Paris Saint-Germain), Julian Nagelsmann (Leipzig) und Hansi Flick (Bayern München) ermöglichten diese Premiere. Dazu kommt entweder der Spanier Pep Guardiola (Manchester City) oder der Franzose Rudi Garcia (Lyon).