Etappensieg in Lyon für Hirschis Teamkollegen Kragh Andersen

Sören Kragh Andersen heisst der Sieger der 14. Etappe über 194 km von Clermont-Ferrand nach Lyon. Der Slowene Primoz Roglic bleibt in Gelb.

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Der Däne Sören Kragh Andersen überquert jubelnd die Ziellinie in Lyon

Der Däne Sören Kragh Andersen überquert jubelnd die Ziellinie in Lyon

KEYSTONE/AP/Stephane Mahe
(sda)

Das Etappenfinale beinhaltete auf den letzten zehn Kilometern zwei kleinere Anstiege. Am zweiten, der Côte de la Croix-Rousse, zeigte sich auch Marc Hirschi an vorderster Stelle. Der 22-jährige Berner, der am Donnerstag die 12. Etappe solo gewonnen hatte, kam jedoch nicht weg, da Peter Sagan entschieden nachsetzte.

Kaum hatte der dreifache Exweltmeister aus der Slowakei zu Hirschi aufgeschlossen, lancierte mit Sören Kragh Andersen ein Sunweb-Teamkollege des Schweizers 3 km vor dem Ziel die siegbringende Attacke. 15 Sekunden hinter dem Dänen setzte sich der Slowene Luka Mezgec im Sprint des Felds vor dem Italiener Simone Consonni und Sagan durch. Hirschi klassierte sich im 10. Rang.

Küng der kämpferischste Fahrer des Tages

Schon zu Beginn der Etappe nach Lyon hatte ein Schweizer Fahrer auf sich aufmerksam gemacht. Stefan Küng bildete zusammen mit dem Belgier Edward Theuns eine Zweier-Spitzengruppe. Im Aufstieg zum Col du Béal, einem Bergpreis der 2. Kategorie, distanzierte der Thurgauer seinen Fluchtkollegen.

Doch bereits 80 km vor dem Ziel sah sich Küng seinerseits eingeholt, da im Feld das deutsche Team Bora-Hansgrohe viel Tempo machte, um mit Sam Bennett einen Konkurrenten von Sagan um den Tagessieg und ums grüne Trikot zu distanzieren. Kleiner Trostpreis für Küng: Bereits zum zweiten Mal (nach der 10. Etappe) wurde er zum kämpferischsten Fahrer des Tages gewählt.

Schwierige Bergankunft am Sonntag

Leader Primoz Roglic verbrachte einen vergleichsweise geruhsamen Tag. Im Gesamtklassement führt der 30-jährige Slowene nach wie vor mit 44 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Tadej Pogacar. Dritter ist der letztjährige Tour-Sieger Egan Bernal aus Kolumbien (0:59 zurück).

Um einiges anspruchsvoller wird die 15. Etappe. Gestartet wird am Sonntag in Lyon, 174,5 km später steht die Bergankunft auf dem Grand Colombier an. Die Schlusssteigung hinauf auf 1501 m Höhe ist 17,4 km lang und durchschnittlich 7,1 Prozent steil. Bereits zuvor sind in der zweiten Streckenhälfte mit der Montée de la Selle de Fromentel und dem Col de la Biche zwei Bergpreise der 1. Kategorie zu absolvieren.