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Ex-aequo-Sieg durch Kyburz und Hubmann, Wyder überrascht mit Silber

Daniel Hubmann, Matthias Kyburz und Judith Wyder sorgen für einen perfekten Auftakt an den OL-Europameisterschaften im Tessin. Mit zweimal Gold und einmal Silber ist die Ausbeute besser als erhofft.
Judith Wyder liest in vollem Lauf die Karte (Archivaufnahme) (Bild: KEYSTONE/SWISS ORIENTEERING/REMY STEINEGGER)

Judith Wyder liest in vollem Lauf die Karte (Archivaufnahme) (Bild: KEYSTONE/SWISS ORIENTEERING/REMY STEINEGGER)

(sda)

Daniel Hubmann, Matthias Kyburz und Judith Wyder sorgen für einen perfekten Auftakt an den OL-Europameisterschaften im Tessin. Mit zweimal Gold und einmal Silber ist die Ausbeute besser als erhofft.

Geteilte Freude ist die schönste Freude, sagt ein Bonmot. Dieses Gefühl durften der Routinier Daniel Hubmann und der Titelverteidiger Matthias Kyburz teilen. Der gebürtige Thurgauer und der Fricktaler siegten beim Lauf durch Mendrisio ex-aequo. Die Uhr stoppte für beide nach 27 Posten bei 14:44 Minuten - im Orientierungslauf wird keine genauere Differenzierung mehr vorgenommen.

"Das ist das Tüpfelchen auf dem i", kommentierte Kyburz den Rennausgang. Auch Hubmann wollte nicht nach Fehlern suchen. Der Lauf sei technisch schwierig gewesen, jeder hätte im Nachhinein noch etwas besser machen können. "Ich finde es cool, dass es so geendet hat", sagte er.

Das Duo distanzierte den Briten Kristian Jones um 15 Sekunden. Martin Hubmann als Fünfter verfehlte das Podest um 23 Sekunden. Als vierter Schweizer lief Florian Howald als Sechster in die Top Ten.

Hubmann und Kyburz äufneten ihre Medaillensammlung eine weiteres Mal. Ersterer darf sich nun siebenfacher Weltmeister, sechsfacher Gesamtweltcupsieger und fünffacher Europameister nennen. Nach 24 WM-Medaillen machte er nun auch bei den Europameisterschaften - diese gelangen nur alle zwei Jahre zur Austragung - das erste Dutzend voll.

Kyburz gilt als der stärkere Sprinter. 2012 hatte der damals 22-Jährige an den Heim-Weltmeisterschaften in Lausanne in dieser Disziplin auf Anhieb Gold gewonnen. Einen Makel möchte er nun im Tessin aber unbedingt beseitigen. Auf der Langdistanz ist er an einem Grossanlass noch ohne Medaille.

Wyder überrascht

Für die grösste Überraschung aus Schweizer Sicht sorgte allerdings Judith Wyder. Die Titelverteidigerin, erst seit fünf Monaten Mutter einer Tochter, überzeugte bei ihrem Comeback gleich mit Silber. Beim Lauf durch Mendrisio blieb für die Bernerin einzig Schwedens Dominatorin Tove Alexandersson ausser Reichweite. Wyder büsste 24 Sekunden ein, hielt aber die Drittklassierte Russin Natalia Gemperle um neun Sekunden in Schach. "Ich ging physisch nicht ganz ans Limit, lief dafür gut überlegt. Das hat sich ausbezahlt", sagte Wyder.

Lange Zeit sah es nach einer Überraschung durch die erst 20-jährige Simona Aebersold aus. Die siebenfache Junioren-Weltmeisterin aus dem Berner Seeland debütierte bei der Elite und lag bis Rennhälfte im 2. Zwischenrang. Das Podest verpasste Aebersold letztlich um 15 Sekunden, sie klassierte sich hinter der ehemaligen Sprint-Weltmeisterin Maja Alm aus Dänemark im 5. Rang. Am Schluss gingen ihr die Kräfte aus. Insgesamt fünf Schweizerinnen schafften den Vorstoss unter die Top Ten.

Für den Thuner Joey Hadorn (21) verlief der Wechsel in die Elite-Kategorie harziger. Der dreifache Junioren-Weltmeister, der im Lauftest mit Matthias Kyburz auch den schnellsten Schweizer herausfordern kann, wurde 13. Hadorn büsste knapp eine Minute auf das Sieger-Duo ein.

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