Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Faire Zuger nach fragwürdiger Schiedsrichterleistung

«Im Grossen und Ganzen kann man uns keinen Vorwurf machen», fasst der Zuger Captain Raphael Diaz die dritte Niederlage in Serie im Final gegen Bern zusammen.
Können sich die Zuger Spieler, im Bild Dominic Lammer, nochmals aufrappeln (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

Können sich die Zuger Spieler, im Bild Dominic Lammer, nochmals aufrappeln (Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY)

(sda)

Nach der Partie gab es gemäss dem TV-Sender MySports noch eine unschöne Szene. Schiedsrichter-Chef Brent Reiber soll von einem wütenden Zuger Fan angegriffen worden sein. Tatsächlich gab die Leistung der Schiedsrichter arg zu reden. Für den langjährigen NLA-Spieler Christian Weber, der heute unter anderem als Experte beim Schweizer Fernsehen tätig ist, war diese «fragwürdig und matchentscheidend.» Einen Kommentar seitens der Schiedsrichter gab es allerdings nicht.

Die Strafe gegen den Zuger Carl Klingberg vor dem 0:1 (25.) durch den zweifachen Torschützen Gaëtan Haas ist zumindest als kleinlich zu bezeichnen. Dann wurde den Zentralschweizern das 1:1 durch Garrett Roe (31.) wegen Torhüterbehinderung aberkannt, die keine war, da Dennis Everberg von SCB-Verteidiger Beat Gerber in den Torraum gestossen worden war. Und beim 2:0 von Haas (37.) hätte durchaus auch ein Halten des Berners Matthias Bieber gepfiffen werden können.

Suri: «Es gibt solche Spiele»

Reto Suri, der den EVZ nach der Saison in Richtung Lugano verlässt, hielt sich dennoch mit Kritik zurück. Auf die Feststellung, dass alles gegen sie gelaufen sei, sagte er gegenüber dem Schweizer Fernsehen: «Es gibt solche Spiele. Du musst das alles wegstecken. Wir hatten noch 20 Minuten, in denen wir genug Chancen besassen, die Tore zu schiessen. Wir waren ungeschickt und unglücklich.» Suri weiter: «Wir machten sehr vieles richtig.» Wenn sie noch etwas mehr Verkehr vor dem gegnerischen Gehäuse entwickeln und noch mehr zweite sowie dritte Chancen erzwingen würden, «dann werden wir in den umstrittenen Szenen auch das nötige Glück haben. Ich bin überzeugt, dass wir in die Serie zurückkehren, wenn wir nochmals den gleichen Effort bringen.»

Auch Raphael Diaz fand, dass sich die Zuger nicht viel vorzuwerfen hatten. «Wir waren mit Herzblut dabei und spielten solid.» Es gelte nun, mit der genau gleichen Einstellung in die nächste Partie zu gehen. Wichtig sei am Samstag, erneut einen guten Start zu erwischen. «Jeder weiss, was zu machen ist.»

Dem Berner Trainer Kari Jalonen war klar, bei wem er sich für den Sieg zu bedanken hatte, nämlich bei Goalie Leonardo Genoni, der 36 Schüsse parierte. «Er gab uns die Chance zu gewinnen», sagte der finnische Erfolgscoach. Jalonen gab zu, dass die Zuger offensiv etwas besser gewesen seien, sie aber hätten die Zweikämpfe angenommen und nicht viele Superchancen zugelassen. Begeistert war er von der Intensität der Partie. Nach der Rückkehr nach Bern hielt er noch ein kleines Meeting mit den Spielern ab. Schliesslich soll am Samstag der 16. Meistertitel der Vereinsgeschichte Tatsache werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.