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Schanghai Masters-1000-Halbfinal: Federer gegen Coric ohne Chance

Roger Federer scheidet beim Masters-1000-Turnier in Schanghai im Halbfinal aus. Der Titelverteidiger ist beim 4:6, 4:6 gegen den 21-jährigen Kroaten Borna Coric praktisch chancenlos und kam in der gesamten Partie zu keinem einzigen Breakball.
Roger Federer putzt sich den Schweiss von der Stirn (Bild: KEYSTONE/AP/ANDY WONG)

Roger Federer putzt sich den Schweiss von der Stirn (Bild: KEYSTONE/AP/ANDY WONG)

(sda)

Die Partie verlief genau umgekehrt als der Viertelfinal tags zuvor und viele andere Matches von Federer. Nicht er war es, der ein hohes Tempo anschlug und den Gegner gleich von Beginn an unter Druck setzte. Es war Coric, die Nummer 19 der Welt, dem gleich im ersten Game ein Aufschlagdurchbruch gelang - ebenso wie zu Beginn des zweiten Durchgangs. Nach nur 74 Minuten nutzte der Kroate seinen ersten Matchball zum zweiten Sieg im vierten Duell mit Federer. Er hatte bereits den Final beim Rasenturnier in Halle für sich entschieden.

Im letzten Game bäumte sich Federer noch einmal auf und kam erstmals zu einem 15:30, danach schlug Coric aber einen Aufschlagwinner, ein Ass und einen Vorhand-Passierball. Der Kroate spielte gross auf und liess sein immenses Talent immer wieder aufblitzen. Der 37-jährige Basler konnte hingegen nicht verbergen, dass er seinen vierten Match in vier Tagen spielte und liess die gewohnte Leichtigkeit vermissen. Bereits nach dem Sieg gegen Kei Nishikori hatte er zugegeben, seinen Körper etwas zu spüren. Am Samstag war der Tank dann ziemlich leer.

«Er war einfach besser», musste Federer diskussionslos eingestehen. «Er schlug besser auf, er hatte mehr Punch auf dem Ball.» Er selber sei in beiden Sätzen schlecht gestartet. Das sei bei den schnellen Bedingungen in Schanghai ein grosse Hypothek. «Und Coric hatte auch danach mehr Chancen.»

Federer hatte nach dem US Open gut fünf Wochen Pause gemacht und musste in Schanghai ohne Anlaufzeit gleich gegen den formstarken Russen Daniil Medwedew ran, der in der Vorwoche das Turnier in Tokio gewonnen hatte. Danach steigerte er sich von Spiel zu Spiel, ehe gegen Coric der Einbruch kam. Allerdings war der aufstrebende Kroate, der sich auf Platz 13 des ATP-Rankings verbessern wird, ein sehr starker Gegner.

Die Nummer 2 an Djokovic verloren

Dennoch reiht sich Schanghai in eine Serie von - für Federers Verhältnisse - enttäuschenden Resultaten. Seit dem kleinen Rasenturnier in Stuttgart im Juni verliess der 20-fache Grand-Slam-Sieger nun fünf Turniere in Folge als Verlierer. Will er seine restlichen Ziele in diesem Jahr - die Titelverteidigung an den Swiss Indoors und der siebte Triumph an den ATP Finals - noch erreichen, wird er sich wieder steigern müssen. Nicht zuletzt, weil Novak Djokovic, der ihn am Montag als Nummer 2 der Weltrangliste ablösen wird, im Moment fast unantastbar scheint. In Basel ist der Serbe allerdings nicht dabei.

Coric schwebte nach seiner ersten Finalqualifikation auf Stufe der 1000er-Turniere hingegen auf Wolke 7. «Dieser Sieg ist wirklich speziell», freute er sich. «Das war eines der besten Spiele meines Lebens. So gut habe ich noch nie serviert und ich fühlte den Ball grossartig.» Im Final am Sonntag trifft er nun auf einen überragenden Djokovic, der beim 6:2, 6:1 gegen Alexander Zverev seinen 17. Sieg in Folge feierte. Der Serbe hat auch beste Chancen, in den nächsten Wochen nach zwei Jahren Unterbruch wieder die Spitze der Weltrangliste zu übernehmen. Wenn der Wimbledon- und US-Open-Champion den Final in Schanghai gewinnt, liegt er in der Jahreswertung nur noch 45 Punkte hinter Leader Rafael Nadal.

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