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Federer: «Ich bin hier, um hoffentlich jede Partie zu gewinnen»

Vor seinem Auftaktspiel an den ATP Finals am Sonntag gegen Dominic Thiem spricht Roger Federer über seine Erwartungen, seinen Formstand und seine besonderen Erinnerungen an sein erstes Masters.
Mit viel Zuversicht ins letzte Turnier des Jahres: Roger Federer (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Mit viel Zuversicht ins letzte Turnier des Jahres: Roger Federer (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

(sda)

Ihre Zahlen bei den ATP Finals sind unglaublich: 17. Teilnahme, Sechsmal gewonnen, zehn Finals. Es muss für Sie ein reiner Spass sein hier.

«Ja, natürlich. Ich erinnere mich noch gut wie ich mich zum ersten Mal qualifiziert habe, 2002 in Schanghai. 2001 war ich bereits nahe dran und hatte bis zum Schluss gehofft. Ich war sehr zufrieden, so wie ich es auch heute noch bin. Es ist mir an diesen Turnieren am Jahresende tatsächlich oft gut gelaufen.»

Wie haben Sie die Tage seit dem Turniersieg in Basel verbracht?

«Ich habe mich erholt, habe das Training gemacht, das ich musste, damit ich nicht komplett absackte. Es ist natürlich schön, wenn man eine Pause hatte, dann fällt alles etwas einfacher im Alltag. Du hast Lust zu trainieren, weil du letzte Woche nicht gespielt hast. Genau so möchte ich mich fühlen vor diesen Weltmeisterschaften. Ich habe ein gutes Gefühl, aber du musst ja auch gleich gut aus den Startblöcken kommen gegen Thiem. Das ist natürlich nicht eine normale 1. Runde wie zum Beispiel in Basel oder bei einem Grand Slam. Er hat eine wunderbare Saison gespielt, hat mich zweimal geschlagen, deshalb ist das natürlich die grosse Priorität. Ich finde den Belag angenehm und habe keine Probleme mit dem Körper. Ich bin total motiviert und hungrig und hoffe, dass ich noch ein gutes Turnier in mir drin habe.»

Wie speziell ist es, dass Sie schon in der Vorrunde gegen Novak Djokovic spielen?

«Das hat es ja hier auch schon gegeben und ist insofern nichts mehr Neues. Die Konzentration ist nicht speziell auf Novak. Es ist ein Gruppenspiel; es ist vor allem das, was Anpassung braucht, weil man weiss, dass man verlieren und trotzdem weiterkommen kann. Das gibt es sonst die ganze Saison nie. Vor allem für die Neuen kann dies manchmal ein paar Fragezeichen aufwerfen während der Matches. Kann ich jetzt verlieren oder spielt vielleicht ein Satz noch eine Rolle? Ich bin hier, um hoffentlich jede Partie zu gewinnen, gut zu spielen und alles zu geben. Wenn es reicht, reicht es und sonst weiss ich, dass ich gegen einen absoluten Topmann verloren habe. Ich freue mich, hier dabei zu sein, denn das ist jedes Jahr eines der Ziele von mir und meiner Mannschaft.»

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Chancen gegen Djokovic in der Halle noch etwas grösser sind als sonst?

«Es bleibt auch hier eine komplizierte Sache. Man unterschätzt oft ein wenig, dass es auch für uns eine Umstellung ist, gleich in der 1. Runde gegen einen anderen Topspieler anzutreten, wenn du immer noch auf der Suche nach deinem Timing und deinem Rhythmus bist. Der Druck ist gross. Wenn du Djokovic in der Gruppe hast, fühlt es sich an, als ob du das erste Spiel gegen Thiem fast zwingend gewinnen musst. Aber ich denke dennoch, dass ich mit meinem Spiel und in der Halle gut beginnen kann. Ich fühle mich bereit für die Herausforderung. Zudem haben sie in Bercy die Ballmarke gewechselt, das könnte für mich ein kleiner Vorteil sein, dass ich immer noch das Gefühl mit den Bällen von Basel habe, die die gleichen sind wie hier.»

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