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Federer nach Gala gegen Nishikori im Halbfinal

Roger Federer steht beim Masters-1000-Turnier in Schanghai in den Halbfinals. Der als Nummer 1 gesetzte Titelverteidiger setzt sich gegen den Japaner Kei Nishikori (ATP 12) 6:4, 7:6 (7:4) durch.
Roger Federer darf sich in Schanghai von den Fans nach seinem Gala-Auftritt feiern lassen (Bild: KEYSTONE/AP/ANDY WONG)

Roger Federer darf sich in Schanghai von den Fans nach seinem Gala-Auftritt feiern lassen (Bild: KEYSTONE/AP/ANDY WONG)

(sda)

Federer verdiente sich den Halbfinal-Einzug mit seiner bisher besten Leistung im Turnier. Vor allem im ersten Satz spielte er wie aus einem Guss und dominierte mit Ausnahme einer kurzen Schwäche und dem verlorenen Aufschlagspiel zum 4:2 die Ballwechsel mit seiner aggressiven Taktik.

Auch im zweiten Satz führte Federer schnell 2:0, danach bekundete er aber bei eigenem Service einige Mühe. Nishikori gelang das Rebreak, und danach war der agile Japaner ebenbürtig. Im Tiebreak verfügte Federer aber über die besseren Nerven. Der 37-jährige Basler gewann nach einem 1:4-Rückstand die letzten sechs Punkte und nach 1:51 Stunden die Partie mit einem Punkt am Netz.

Im Halbfinal am Samstag (ca. 14.00 Uhr Schweizer Zeit) trifft Federer auf Wawrinka-Bezwinger Borna Coric (ATP 19). Coric gegen Federer, dieses Duell gab es 2018 bereits zweimal: Das letzte Duell ging im Final des Rasenturniers in Halle in drei Sätzen an den Kroaten, zuvor hatte Federer in Indian Wells knapp die Oberhand behalten.

Ein harter Weg in den Final

Coric dürfte ein ähnlicher Gegner sein wie Nishikori: ein guter Konterspieler, der den Ball früh nimmt und enorm beschleunigen kann. «Es ist schwierig, wenn der Ball gleich mit dem Return schnell zurück kommt. Da kannst du manchmal nur reagieren», stellte Federer nach dem Sieg gegen Nishikori fest. Das tat er in dieser Woche meist sehr gut, auch wenn er in allen drei Matches an seine Grenzen gehen musste. Die Auslosung war auch happig: In der 2. Runde traf er auf Daniil Medwedew, den Tokio-Sieger von letzter Woche, im Viertelfinal auf den dortigen Finalisten Nishikori. Umso mehr dürfte Federer froh gewesen sein, die über weite Strecken hochklassige und spektakuläre Partie im zweiten Satz beenden zu können. «Jetzt spüre ich meinen Körper schon ein wenig.»

Dennoch ist der Basler, der in Schanghai bereits viermal (2006 und 2007 an den ATP Finals, 2014 und 2017 beim Masters-1000-Turnier) triumphiert hat, natürlich zufrieden: «Ich bin überglücklich, wieder im Halbfinal zu stehen. Ich treffe den Ball sehr gut hier.» Etwas Sorgen dürfte ihm allenfalls der Aufschlag bereiten. Obwohl der Belag schnell ist, musste er seinen Gegnern in acht Sätzen bereits sieben Breaks zugestehen. Zwar waren alles hervorragende Return-Spieler, doch das sind Coric und der potenzielle Finalgegner Novak Djokovic erst recht.

Im anderen Halbfinal stehen sich der Wimbledon- und US-Open-Sieger Djokovic, der nun 16 Partien in Folge gewonnen hat, und der Deutsche Alexander Zverev gegenüber. Federer muss auf jeden Fall seinen Titel verteidigen, wenn er vor dem Serben bleiben will. Er hat es jedoch nicht den eigenen Händen: Mit einem Sieg gegen Zverev verdrängt Djokovic den Schweizer auf jeden Fall als Nummer 2 der Weltrangliste.

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