Feuz triumphiert zum dritten Mal am Lauberhorn

Beat Feuz gewinnt zum 3. Mal nach 2012 und 2018 die Lauberhorn-Abfahrt. Der Emmentaler triumphiert auf der verkürzten Strecke 29 Hundertstel vor Dominik Paris. Thomas Dressen komplettiert das Podest.

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Tausende Zuschauer lassen sich das Spektakel am Pistenrand nicht entgehen
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Bundesrat Alain Berset (links) im Gespräch mit Alt-Bundesrat Adolf Ogi
Marc Berthod (links) und Bruno Kernern heben bei ihrer Kamerafahrt ab
Der Schweizer Speedtrainer Reto Nydegger verfolgt das Geschehen beim Hundschopf
Die Schweizer Fans zeigen Flagge
Auch die Patrouille Suisse hatte ihren Einsatz
Alles unter Kontrolle: Beat Feuz fliegt Richtung Sieg
Bestzeit: Beat Feuz freut sich nach seiner Fahrt
Wegen Neuschnee über Nacht sind die Pistenarbeiter am Morgen gefordert

Tausende Zuschauer lassen sich das Spektakel am Pistenrand nicht entgehen

KEYSTONE/AA
(sda)

In seinem Heimrennen knüpfte Feuz nahtlos an die Leistungen in den letzten Monaten an. Zum 16. Mal in den letzten 18 Abfahrten und zum fünften Mal im fünften Rennen dieses Winters stand er auf dem Podest. Dank seinem zweiten Saisonsieg übernahm Feuz in der Disziplinenwertung wieder die Führung vor Paris, der es im 13. Anlauf in Wengen zum ersten Mal unter die ersten 3 schaffte.

Feuz glückte eine ausgezeichnete Fahrt ohne sichtbaren Makel. Er sei am Limit gefahren, und es sei aufgegangen, schilderte er im TV-Interview. In der Passage auf dem Seilersboden sei es bei einem Tor eng geworden, im Ziel-S habe er das Risiko mit einem leichten Drift dosiert.

Feuz war nicht der einzige Schweizer, der überzeugte. Mit Mauro Caviezel (5.), Niels Hintermann (8.) und Ralph Weber (10.) schafften es drei weitere Athleten von Swiss-Ski in die Top 10. Caviezel, der sich in den Trainings als potenzieller Sieger aufgedrängt hat, verpasste das Podest um elf Hundertstel.

Carlo Janka vergab ein Top-Ergebnis auf der Minschkante. Der Bündner startete ausgezeichnet, lag nach dem Sprung auf der Minschkante aber kurz im Schnee. Im unteren Teil machte er noch einmal Zeit gut, wodurch er es trotz des zeitraubenden Fehlers auf Platz 15 schaffte.

Wegen des nächtlichen Schneefalls wurde die diesjährige Lauberhorn-Abfahrt verkürzt. Während des Rennens war das Wetter kein Faktor mehr. Bereits vor dem Start war es wieder sonnig.

Kommentar

Beat Feuz, die «coole Socke»

Der Schweizer Abfahrer Beat Feuz gewinnt nach 2012 und 2018 zum dritten Mal am Lauberhorn. Das Erfolgsrezept des 32-jährigen Emmentalers? Er hat die Effizienz perfektioniert.
Rainer Sommerhalder