FIFA-Vize hält Umstellung aufs Kalenderjahr für möglich

Wie weiter mit dem Fussball in Zeiten des Coronavirus? FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani zieht eine Umstellung der europäischen Fussballligen auf das Kalenderjahr in Betracht.

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FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani zeigt sich im Umgang mit der Coronakrise zu grossen Änderungen bereit

FIFA-Vizepräsident Victor Montagliani zeigt sich im Umgang mit der Coronakrise zu grossen Änderungen bereit

KEYSTONE/AP/Darryl Dyck
(sda)

«Das ist keine Idee, die verworfen werden sollte», sagte der 54-jährige Chef des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (CONCACAF) im Interview mit dem italienischen Radiosenders Sportiva. Es sei eine «Möglichkeit» die auf nationaler und internationaler Ebene diskutiert werden sollte.

«Es könnte eine Lösung sein mit Blick auf die kommenden zwei Jahre und die Winter-WM», sagte Montagliani. Die Weltmeisterschaft 2022 in Katar wird aufgrund der Hitze in den Sommermonaten vom 21. November bis 18. Dezember gespielt. Der Rahmenterminkalender des Profifussballs muss deshalb im Vorfeld angepasst werden.

Wegen der Coronavirus-Krise sind derzeit so gut wie alle Ligen weltweit ausgesetzt oder schon abgebrochen worden. Die Swiss Football League (SFL), der die Schweizer Profiligen Super League und Challenge League unterstehen, prüft derzeit einen Liga-Neustart per 8. Juni. Auch die Europacup-Wettbewerbe der UEFA sind bis auf Weiteres ausgesetzt - eine Austragung der verbleibenden Spiele vor August ist derzeit unwahrscheinlich.

Die Umstellung der Meisterschaften auf ein Kalenderjahr hätte den Vorteil, dass die Ligen bis zum Jahresende 2020 deutlich mehr Zeit hätten, die unterbrochene Saison doch noch zu Ende zu bringen. Anschliessend könnte für mindestens zwei Jahre im Kalender-Rhythmus gespielt werden, wodurch keine weitere gravierende Änderung für die WM in Katar nötig würde.