Freude und Genugtuung bei den Schweizer Spielern

Dank dem 6:1 in Gibraltar nimmt die Schweiz im Sommer 2020 zum vierten Mal in Folge an einer Endrunde teil. Der Weg zur EM, die in zwölf Städten ausgetragen wird, war kein einfacher

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Yann Sommer freut sich über die Qualifikation für die EM 2020 (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Yann Sommer freut sich über die Qualifikation für die EM 2020 (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

(sda)

«Es ist wunderschön, wir freuen uns riesig. Wir gehen einmal mehr an ein grosses Turnier», sagte Torhüter Yann Sommer kurz nach Spielschluss gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen. Zumindest äusserlich hatte sich der Jubel bei den Schweizern nach dem Schlusspfiff im Victoria Stadium in Gibraltar in Grenzen gehalten, zu einseitig war vor allem in der zweiten Halbzeit die Partie gegen die Nummer 196 der Welt verlaufen.

Spätestens nach dem mühsam erkämpften 1:0 am Freitag in St. Gallen gegen Georgien war im Prinzip klar gewesen, dass die Schweiz auch 2020 beim Rendez-vous der besten europäischen Teams mit von der Partie sein wird. Ein Ausrutscher gegen den Fussball-Zwergen aus dem Südwesten Europas schien unmöglich, einen solchen hatte sich die Mannschaft um Captain Granit Xhaka seit dem Amtsantritt von Vladimir Petkovic im Sommer 2014 nie geleistet.

«Die Qualifikation war kein Spaziergang», sagte Sommer. Der Mannschaft gebühre ein Kompliment, da sie schwierige Momente gut bewältigt habe. «Wir hatten vor dem Spiel gegen Irland eine schwierige Situation, aber wir haben es als Mannschaft durchgezogen.» Eine Qualifikation müsse nicht immer wunderschön mit tollen Leistungen sein. «Wir haben uns qualifiziert, das ist, was zählt», so der Keeper von Borussia Mönchengladbach. Dank der Schützenhilfe von Irland beim 1:1 gegen Dänemark erreichte die Schweiz sogar ihr Ziel, die Gruppe als Erster abzuschliessen.

Der Auftritt in Gibraltar stand im Zeichen der jungen Spieler. Cedric Itten traf erneut - und das gleich doppelt. Ruben Vargas, Christian Fassnacht und Loris Benito schossen erstmals im Trikot der A-Nationalmannschaft ein Tor, und Eray Cömert und Michel Aebischer kamen zu ihrem Debüt. «Wir hätten zwar noch mehr Tore schiessen können, im Grossen und Ganzen sind wir aber froh, dass wir das Ziel erreicht haben», sagte Vargas, der zu den Auffälligsten in der SFV-Auswahl gehörte. Der Augsburger hofft, dass er auch bei der EM im Sommer zum Kader gehören wird. «Nun gilt es aber, den Moment zu geniessen.»