Für Klassiker-Duo Gilbert/Degenkolb ist die 107. Tour schon zu Ende

Grosses Pech für zwei Klassiker-Spezialisten: Philippe Gilbert und John Degenkolb können nach Stürzen in der 1. Etappe bei der Tour de France nicht weiterfahren.

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Bei der Tour-Vorstellung am Donnerstagabend stimmte die Laune beim ehemaligen Weltmeister Philippe Gilbert (Mitte) noch, am Sonntag jedoch musste er wegen einer gebrochenen Kniescheibe aufgeben

Bei der Tour-Vorstellung am Donnerstagabend stimmte die Laune beim ehemaligen Weltmeister Philippe Gilbert (Mitte) noch, am Sonntag jedoch musste er wegen einer gebrochenen Kniescheibe aufgeben

KEYSTONE/EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
(sda)

Die Sturzorgie beim verregneten Auftakt in Nizza zur 107. Tour de France hatte zur Folge, dass gleich drei Fahrer nicht zur 2. Etappe vom Sonntag starten konnten. Vor allem das belgische Team Lotto Soudal sieht sich bereits früh in der Frankreich-Rundfahrt stark reduziert, verlor es doch gleich sein prominentes Duo Philippe Gilbert und John Degenkolb.

Der Ex-Weltmeister Gilbert erreichte zwar trotz einer gebrochenen Kniescheibe das Ziel in Nizza, doch tags stieg er aus dem Rennen aus. Es tue weh, «doch der Schmerz kommt mir bekannt vor», sagte der Belgier, der 2018 die Tour de France wegen einer identischen Verletzung in den Pyrenäen aufgeben musste. Der ebenfalls gestürzte Deutsche Degenkolb beendete die Etappe - mit gleich zwei aufgeschlagenen Knien - unter grossen Schmerzen und mit 18 Minuten Rückstand auf die Spitze. Auf Gnade der Rennjury durfte er nach verpasstem Kontrollschluss nicht hoffen. Er sei «traurig und enttäuscht» darüber, dass er die Mannschaft verlassen müsse, so der Paris-Roubaix-Sieger von 2015, aber: «Für meine Gesundheit ist es besser, nach Hause zu fahren.»

Auch für Rafael Valls ist die Rundfahrt bereits Ende. Der Spanier brach sich den rechten Oberschenkel. Mehr Glück beim Massensturz knapp 3 km vor dem Ziel hatte Thibaut Pinot, der neben Hautabschürfungen auch Verletzungen am Knie und der rechten Schulter erlitt. Der französische Mitfavorit konnte jedoch ebenso weiterfahren wie sein ebenfalls für Groupama fahrende Landsmann David Gaudu. Angeschlagen sind nach Tag 1 zahlreiche weitere Fahrer, unter ihnen die Edelhelfer Pawel Siwakow (bei Ineos für Vorjahressieger Egan Bernal) und George Bennett (bei Jumbo-Visma für Primoz Roglic und Tom Dumoulin).