Super League

Geschwächter FC St. Gallen tritt beim FCZ an

In den wirren Kalender der Super League kommt am Mittwoch etwas mehr Ordnung. Im Programm stehen die wegen der Pandemie verschobenen Spiele Basel - Sion, Vaduz - Servette und Zürich - St. Gallen.

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Wo stehen Peter Zeidlers Mannen nach der lange Pause?

Wo stehen Peter Zeidlers Mannen nach der lange Pause?

KEYSTONE/ANTHONY ANEX
(sda)

Nach dem Mittwoch werden noch drei noch nicht neu angesetzte Super-League-Partien offen sein: Lugano - Young Boys aus der 6. Runde sowie St. Gallen - Vaduz und Sion - Lugano aus der 10. Runde vom letzten Wochenende. Es bedeutet, dass Lugano mit zwei Spielen im Rückstand sein wird, YB, St. Gallen, Vaduz und Sion mit je einem.

Bis zur 8. Runde war St. Gallen die einzige der zehn Mannschaften, die alle Spiele termingemäss austragen konnte. Unterdessen hat keine Mannschaft weniger Spiele absolviert als St. Gallen. Seit dem 22. November, als sie daheim gegen Lausanne-Sport 2:2 remisierten, haben die Ostschweizer die Zeit mit Isolation, Quarantänen und reduzierten Trainings, aber ohne Wettbewerbsspiele verbracht.

Wegen der jüngsten positiven Coronavirus-Tests von Yannis Letard, Miro Muheim und Nicolas Lüchinger blieb das gesamte Kader bis letzten Samstag in Quarantäne, die betroffenen Spieler in Isolation. Nach all dem Unbill dürfte die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler in ihrer Leistungsfähigkeit spürbar geschwächt sein.

Beim Wiedereinstieg nach zweieinhalb Wochen muss St. Gallen ausgerechnet beim erstarkten FC Zürich antreten, der zuletzt beim 4:0-Heimsieg gegen Lausanne-Sport eine in allen Teilen vorzügliche Leistung ablieferte. Im Unterschied zu vielen Duellen mit den Zürchern in den letzten Jahren treten die St. Galler als Aussenseiter an.

Basel muss Serie starten

Der Rückstand des selbsternannten Titelanwärters Basel auf Leader YB beträgt nach dem ersten Meisterschaftsviertel acht Punkte. Die Basler können nicht umhin, zu einer Siegesserie auszuholen. Den ersten Sieg der Serie fuhr die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza letzten Samstag mit dem 1:0 gegen Servette ein. Der Heimsieg gegen den langjährigen Lieblingsgegner Sion ist Pflicht. Danach folgen am Samstag das Auswärtsspiel gegen Vaduz und nächsten Mittwoch der Schlagermatch Basel - YB im St.-Jakob-Park.

Die Nachtragsspiele vom Mittwoch im Überblick:

Basel - Sion (Duelle der letzten Saison: 4:1, 4:0, 2:0, 0:1). - Mittwoch, 18.15 Uhr. - SR Schnyder. - Absenzen: Xhaka, Jorge (beide verletzt) und Nikolic (rekonvaleszent); Clemenza, Hoarau, Luan, Kabashi und Andersson (alle verletzt). - Statistik: Weder Basel noch Sion haben nach ihren (unterschiedlichen) Ansprüchen bislang zufriedenstellend abgeschnitten. Der Titelaspirant Basel brachte das erste Meisterschaftsviertel mit einer unzureichenden ausgeglichenen Bilanz hinter sich (je vier Siege und Niederlagen bei einem Remis). Sion gewann nur eines von acht Spielen und enttäuschte bei den jüngsten Niederlagen in Vaduz (1:4) und Luzern (0:2) masslos. Im allerletzten Duell mit Basel in der Meisterschaft, im Juli dieses Jahres, konnten die Sittener immerhin eine phänomenale Serie mit einem 1:0-Heimsieg beenden. Davor hatte Sion ab August 2011 keines von 35 Meisterschaftsspielen gegen den FCB gewonnen.

Vaduz - Servette. - Mittwoch, 18.15 Uhr. - SR Piccolo. - Absenzen: Wieser (gesperrt); Ondoua (gesperrt), Sasso, Alves und Henchoz (alle verletzt). - Fraglich: - ; Mendy. - Statistik: Vaduz gegen Servette ist jenes Duell in der Super League, für das es keinerlei Erfahrungswerte gibt. Vaduz spielte 2008/09 und später von 2014 bis 2017 in der obersten Liga. In allen diesen Saisons tummelten sich die Genfer in der Challenge League. Zieht man die Duelle zwischen Liechtensteinern und Genfern in der Challenge League von Juli 2006 bis Mai 2009 zurate, entdeckt man eine ausgeglichene Angelegenheit: Bei drei Unentschieden siegte Vaduz achtmal, Servette neunmal.

Zürich - St. Gallen (2:1, 3:1, 4:0, 1:3). - Mittwoch, 18.15 Uhr. - SR Dudic. - Absenzen: Britto (verletzt) und Janjicic (krank); Abaz, Fabiano, Lüchinger und Gonzalez (alle verletzt). - Fraglich: - ; Fazliji, Letard, Muheim, Watkowiak. - Statistik: Der FC Zürich kennt nach dem Wechsel zu Trainer Massimo Rizzo keine Grenzen, während St. Gallen nunmehr die Unbekannte der Liga ist. Seit dem 8. November haben die Ostschweizer nur gerade ein Meisterschaftsspiel bestritten (2:2 daheim gegen Lausanne-Sport). Letzte Saison gewann Zürich gegen St Gallen drei von vier Spielen der Super League, nachdem die Duelle jahrelang sehr abwechslungsreich und ausgeglichen verlaufen waren.

Rangliste: 1. Young Boys 9/21 (13:5). 2. Lugano 8/16 (11:7). 3. Zürich 9/14 (17:13). 4. Basel 9/13 (12:11). 5. St. Gallen 8/12 (8:8). 6. Lausanne-Sport 10/12 (14:15). 7. Luzern 10/9 (16:18). 8. Servette 9/8 (6:11). 9. Sion 8/7 (7:11). 10. Vaduz 8/6 (9:14).