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Weltfussballverband: Gianni Infantino geht in die Offensive

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat auf die gegen ihn gerichteten Vorwürfe der unkorrekten Amtsführung reagiert. Der 48-jährige Walliser sieht sich als Zielscheibe unsachlicher Kritik.
FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärt sich (Bild: KEYSTONE/AP/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärt sich (Bild: KEYSTONE/AP/ALEXANDER ZEMLIANICHENKO)

(sda)

In der vergangenen Woche hatte ein europäisches Journalistennetzwerk unter Berufung auf Dokumente der Plattform «Football Leaks» über unangemessene Einflussnahme Infantinos auf den Ethikcode der FIFA berichtet. Ein Team des Recherchedesk von Tamedia und «Das Magazin» wirkte an den Enthüllungen als Schweizer Partner mit. Auch soll Infantino in seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär Absprachen mit den Topklubs Paris Saint-Germain und Manchester City im Zuge der Ermittlungen wegen Verstössen gegen das Financial Fair Play (FFP) getroffen haben.

«Es gibt nichts, wofür man sich schämen müsste», erklärte Infantino nun gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa zu den Verhandlungen mit Vertretern der Vereine im Jahr 2014. Diese Form der Verhandlungen sei im Interesse der UEFA gewesen. «Wir wollten die Klubs im Wettbewerb halten und sie nicht ausschliessen», so Infantino weiter. Das habe für alle 30 FFP-Fälle gegolten und nicht nur für die Topklubs aus Paris und Manchester. Bis zu 50 Personen seien in die Verhandlungen einbezogen gewesen. «Da kann man nichts in Hinterzimmern regeln», erklärte Infantino.

Der Walliser sieht sich als Opfer einer kontinuierlichen Diffamierungskampagne und streitet jedes Fehlverhalten entschieden ab. «Wenn es um die FIFA geht, gibt es keine illegalen Aktivitäten», sagte der Chef des Weltverbandes. In seiner Amtszeit sei «kein einziger Franken verschwunden». Seit seinem Amtsantritt im Februar 2016 werde versucht, ihn in Misskredit zu bringen.

«Sehe da nichts Merkwürdiges»

Die umstrittene Kommunikation mit dem Chef der rechtsprechenden Ethikkammer, Vassilios Skouris, in der er Vorschläge für den neuen Ethikcode gemacht hatte, bezeichnete Infantino als normalen Vorgang. «Ich sehe da nichts Merkwürdiges», betonte Infantino, der am 6. Juni beim FIFA-Kongress in Paris für eine zweite Amtszeit gewählt werden möchte.

Beim Treffen des FIFA-Councils im März in Miami will Infantino die heftig kritisierte, allerdings nicht auf seine Anordnung hin vorgenommene Streichung des Begriffs «Korruption» als ahndungswürdiges Vergehen aus dem Ethikreglement rückgängig machen. «Ich werde den Vorschlag einbringen, um ein klares Signal zu senden», sagte er.

48er-WM in Katar: Entscheid im März

In Florida werden laut Infantino diverse wegweisende Entscheide getroffen. Eine mögliche Aufstockung auf 48 WM-Teilnehmer schon beim Turnier 2022 in Katar soll dann fixiert oder fallen gelassen werden. Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung der von ihm favorisierten Erweiterung um 16 Teams schätzt er aber als gering ein.

Zudem erwartet Infantino beim Meeting am 14. und 15. März auch einen Entscheid über das von ihm unterstützte Mega-Projekt zur Einführung einer neuen Klub-WM und einer globalen Nations League. Die im Oktober in Kigali gegründete Task Force werde - mit ihm an der Spitze - bis dahin ihre Arbeit abgeschlossen haben.

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