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Guerdat rollt mit Nachwuchspferd das Feld von hinten auf

Der Weltranglisten-Erste Steve Guerdat gewinnt im Sattel von Venard den mit 150'000 Euro dotierten Grand Prix des CSIO St. Gallen.
Steve Guerdat und Venard unterwegs zum Grand-Prix-Sieg in St. Gallen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)Steve Guerdat und Venard unterwegs zum Grand-Prix-Sieg in St. Gallen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Steve Guerdat gibt im Sattel von Venard alles. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)Steve Guerdat gibt im Sattel von Venard alles. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Der Sieger Steve Guerdat winkt ins Publikum. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)Der Sieger Steve Guerdat winkt ins Publikum. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Der strahlende Sieger Steve Guerdat. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)Der strahlende Sieger Steve Guerdat. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
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Guerdat rollt mit Nachwuchspferd das Feld von hinten auf

(sda)

Der Erfolg kam überraschend, zumal der gebürtige Jurassier nicht ohne Fehler geblieben war.

«Wenn es läuft, dann läuft es», kommentierte der aktuelle Weltcupsieger Guerdat seinen Triumph. «Ich geniesse diese Phase, vielleicht kommt es wieder anders.» Dank den zahlreichen Erfolgen in jüngster Vergangenheit grüsst der gebürtige Jurassier seit Anfang Jahr vom Thron der Weltrangliste.

Guerdat war trotz eines Fehlers im Normalparcours noch in die Finalrunde eingezogen. Dort rollte er mit seinem Nachwuchspferd das Feld von hinten auf. Eigentlich sei er gegen dieses Format. Nur wer in der ersten Runde ohne Fehler bleibe, sollte noch gewinnen können, meinte der 36-Jährige. Aber den Sieg in St. Gallen nimmt er trotzdem gerne in sein überragendes Palmarès auf, nachdem er ihn 2015 mit Nino knapp verpasste. Damals hatte als bislang letzter Schweizer Romain Duguet auf dem Gründenmoos im Grand Prix triumphiert.

Schweizer Doppelsieg

Die Schweiz feierte sogar einen Doppelsieg. Hinter Guerdat klassierte sich Arthur Gustavo da Silva mit Inonstop. Dritte wurde die Britin Laura Renwick auf Dublin. Sämtliche Podestreiter waren mit einer Hypothek von 4 Punkten in die Ausmarchung gestartet, denn der erste Umgang hatte sich schwieriger präsentiert als erwartet. Bloss der junge Neuenburger Bryan Balsiger mit Clouzot de Lassus und die Französin Pénélope Leprevost auf Vancouver waren von den 41 Paaren ohne Strafpunkte in die Finalrunde der besten elf Duos eingezogen.

Leprevost und der 22-jährige Schweizer Meister Balsiger hätten es mit einem zweiten Nullfehlerritt richten können. Sie mussten nicht das letzte Risiko eingehen. Gleichwohl fiel bei beiden beim zweitletzten Hindernis die Stange, sie wurden auf die Plätze 4 und 6 durchgereicht.

Der dreifache Weltcupsieger Guerdat, der mit seinem Beritt gleich eine ganze Equipe für das höchste Niveau stellen könnte, sattelte sein Nachwuchspferd Venard. Der 10-jährige Wallach schien bereits im Normalparcours auf dem Weg zu einem Blankoritt zu sein, ehe beim letzten Steilsprung doch noch ein Abwurf kam. Guerdat hatte einen Galoppsprung mehr eingebaut als geplant und kam etwas zu nahe ans Hindernis heran. «Es war mein Fehler», betonte er. Er habe etwas die Kontrolle über den flüchtenden Venard verloren und danach eine falsche Entscheidung getroffen. Aber das Malheur sollte sich nicht als matchentscheidend herausstellen. Denn in der Finalrunde war Guerdat früh an der Reihe und setzte die verbleibenden Paare mit einem schnellen Ritt unter Druck.

Erwartungen doch noch erfüllt

Dem Wallach Venard wurde nur von wenigen Experten eine derartige Entwicklung zugetraut. Das Pferd kam mit sieben Jahren in den Stall von Steve Guerdat - sein Vater Philippe hatte den Vierbeiner entdeckt. Lange sah es danach aus, als würde Venard die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. 2018 ging der Knopf aber doch noch auf. Letzte Woche beim Nationenpreis von Rom überzeugte das Pferd mit einem Nullfehlerritt. «Ich sehe eine grosse Zukunft für Venard», betonte Guerdat.

Auch der WM-Zweite Martin Fuchs vertraute einem Vertreter der zweiten Garde aus seinem Beritt. Der 11-jährige The Sinner, seit Anfang Jahr in seinem Stall, riss zwei Stangen. Von den 16 Schweizer Paaren hatten deren fünf die Finalrunde erreicht.

Das Hauptereignis des CSIO bildet der Nationenpreis vom Sonntagnachmittag. Die Schweiz nimmt die Favoritenrolle ein.

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