Gyr verpasst bei Comeback den Halbfinal-Einzug

Mario Gyr, 2016 Olympiasieger im Leichtgewichts-Vierer, wird beim Comeback am Weltcup im österreichischen Linz-Ottensheim vor Augen geführt, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet.

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Mario Gyr kann bei seinem Comeback aufs Wasser noch nicht voll überzeugen (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Mario Gyr kann bei seinem Comeback aufs Wasser noch nicht voll überzeugen (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

(sda)

Der 33-jährige Luzerner verpasste mit dem französisch-schweizerischen Doppelbürger Paul Jacquot im Zweier ohne den Einzug in den Halbfinal. Das Duo belegte im Hoffnungslauf den 3. Rang - 3,43 Sekunden hinter Platz 2, der gleichbedeutend mit der Halbfinalqualifikation gewesen wäre. Nach 1500 m waren die beiden noch Zweite gewesen. Somit bestreiten Jacquot/Gyr am Samstagmorgen den C-Final und können im besten Fall noch 13. werden.

«Der Standort ist jetzt bestimmt», sagte Gyr pragmatisch. Er lernte Jacquot erst vor einer Woche kennen. Insofern ist das Resultat erklärbar, gerade auch, weil der Zweier ohne eine technisch anspruchsvolle Bootskategorie ist. Verbandsdirektor Christian Stofer sprach von einer «soliden» Leistung. Sie hätten im Endspurt noch nicht genügend hochkurbeln können, seien aber nicht meilenweit entfernt, sagte Stofer.

Einmal mehr eine Klasse für sich war Weltmeisterin Jeannine Gmelin im Einer. Die 28-jährige Ustermerin, die den Weltcup-Auftakt in Belgrad gewonnen hatte, erreichte mit der besten Vorlaufzeit den Halbfinal. Für einmal starteten die Boote nicht gleichzeitig, sondern mit einem Abstand von 30 Sekunden. Der Zeitfahrmodus stiess allerdings auf wenig positives Echo.

Neben Gmelin entschied überraschend auch Fiorin Rüedi im Leichtgewichts-Einer seinen Vorlauf für sich. In der gleichen Serie belegte Europameister Michael Schmid den 3. Platz. Somit stehen beide in den Halbfinals. Insgesamt schafften fünf der acht Schweizer Boote den Sprung in die Top 12.