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«Habe mich noch nie über einen zweiten Platz so gefreut»

Beat Feuz wurde zum dritten Mal Zweiter in einer Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel Zweiter - und freute sich hernach trotzdem uneingeschränkt.
Beat Feuz freut sich auch über den zweiten Platz ohne Einschränkung (Bild: KEYSTONE/APA/APA/HERBERT NEUBAUER)

Beat Feuz freut sich auch über den zweiten Platz ohne Einschränkung (Bild: KEYSTONE/APA/APA/HERBERT NEUBAUER)

(sda)

Beat Feuz, als Sie im Ziel abgeschwungen und den Vorsprung gesehen haben, hatten Sie da geglaubt, dass es diesmal zum Sieg reichen könnte?

«Nein. Ich hatte ja gewusst, dass da noch der mit der Nummer 13 kommt, Dominik Paris. Ich hatte ihn auf der Rechnung, denn er liebt es, wenn die Piste eisig und unruhig ist. Bormio Style eben.»

Trotzdem leise Enttäuschung darüber, dass es erneut nicht ganz gereicht hat zum ersten Abfahrtssieg auf der Streif?

«Ganz und gar nicht. Ich hatte mich noch selten so gefreut über einen zweiten Platz in Kitzbühel wie heute. Ich hätte noch dreissig Mal hier runterfahren können und hätte es nicht besser hinbekommen.»

Nur einen Tag, nachdem es im Training überhaupt nicht geklappt hat, stehen Sie wieder auf dem Podium.

«Gestern im zweiten Training stand ich völlig neben den Schuhen. Heute (Freitag) merkte ich schon unterwegs, dass ich es besser hinkriege. Und als ich im Ziel neun Zehntel Vorsprung hatte, wusste ich, dass es für einen Podestplatz reichen könnte. Da war ich natürlich erleichtert.»

Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr mit dem Sieg hier. Sie müssen also auf jeden Fall als Fahrer noch einmal hierher kommen.

«Wenn es mein Körper zulässt, hoffe ich, auch noch mehrmals hierher kommen zu können. Ich werde bald 32-jährig, Hannes Reichelt fährt mit 38 Jahren noch mit den Besten mit. Deshalb habe ich keinen Grund, darüber nachzudenken.»

Nach dem ersten Training sagten Sie, das Sie Ihr linkes Problem-Knie gespürt haben. Wie war das nach dem zweiten Training gestern Abend?

«Ich habe es schon wieder gespürt. Ich habe Therapie gehabt gestern und das Training anpassen müssen. Bei solchen Pistenverhältnissen spüre ich es halt. Aber damit muss ich klarkommen, damit muss ich leben.»

Sie haben mit vielen im Skizirkus ein gutes Verhältnis, mit Dominik Paris ein besonders gutes. Ist es deshalb noch einfacher, einen zweiten Platz zu akzeptieren, wenn ein so guter Kollege vorne liegt?

«Es ist sicher schön, wenn ich mit einem auf dem Podium stehe, mit dem ich mich auch neben der Piste sehr gut verstehe. Er hat es schwer verdient heute (Freitag). Da muss man nicht gross darum herumreden.»

Sie waren als Jugendlicher ein grosser Fan von Stefan Eberharter. Man sagt, dass seine Leistung beim Sieg im Jahre 2004 die perfekte Fahrt gewesen sei. Was denken Sie, war die Fahrt heute von Dominik Paris ebenso gut?

«Es kommt immer auf die Verhältnisse an. Aber ich denke, es war heute eine nahezu perfekte Fahrt von Dominik (Paris). Wir haben uns noch kurz unterhalten. Wie ich hat er gesagt, dass er nicht hätte besser fahren können.»

Hat es für Sie eine Rolle gespielt, dass das Programm geändert und zuerst die Abfahrt ausgetragen wurde?

«Ein Rennen wäre ohnehin gewesen. Wir wären zuerst einfach den Super-G gefahren. Mir ist sicher entgegengekommen, dass heute (Freitag) die Abfahrt im Programm stand. Ich habe es immer lieber, wenn die Abfahrt vor dem Super-G stattfindet, weil ich den Fokus auf die Abfahrt lege.»

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