Häberli und Seoane sind nach Remis zufrieden

Das 2:2 zwischen Luzern und den Young Boys lässt zufriedene Trainer zurück. Der FCL beendet die Negativserie, und bei YB nimmt der Trainer nach der Enttäuschung von Belgrad positive Signale wahr.

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Da war der Meister noch auf Siegeskurs: Roger Assalé (rechts) hat soeben zum 2:1 getroffen (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
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YB-Trainer Gerardo Seoane gefällt, was er von seiner Mannschaft in Luzern sieht (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Luzerner bejubeln den 2:2-Ausgleich mit Torschütze Lucas (links) (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Luzern (Schwegler) und YB (Garcia) liefern sich ein ausgeglichenes Duell (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Der Luzerner Trainer Thomas Häberli beendet mit seinem Team ausgerechnet gegen YB die Negativserie (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Da war der Meister noch auf Siegeskurs: Roger Assalé (rechts) hat soeben zum 2:1 getroffen (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

(sda)

Es gibt Unentschieden die stellen niemanden zufrieden. Am Samstag war es in der Super League nach dem Spiel zwischen Aufsteiger Servette und dem Tabellenletzten Neuchâtel Xamax so. Die Genfer hatten unbedingt gewinnen wollen, weil sie sich als klare Favoriten sahen. Die Neuenburger haderten mit dem Schicksal, weil ihnen schon zum zweiten Mal in dieser Saison eine 2:0-Pausenführung entglitten war.

Einen Tag später in Luzern waren sie dagegen alle glücklich - trotz identischem Resultat. Für den FCL war dieses 2:2 noch etwas mehr wert, weil er es sich nach drei Niederlagen in Folge mit einem kämpferischen Auftritt verdiente. «Es wäre nicht korrekt gewesen, wenn wir für diese Leistung nicht mit einem Punkt belohnt worden wären», sagte Trainer Thomas Häberli.

Er selber war in den letzten Wochen bereits etwas unter Druck geraten. Keine Punkte, fast keine Tore. Man musste befürchten, dass die Vorgesetzten irgendwann den Daumen senken würden. Doch Häberli war stets überzeugt von seiner Arbeit und von den Fähigkeiten der Mannschaft. «Es wird gut kommen. Wir packen das», hatte er vor dem Spiel gegen YB gesagt. Das Spiel gegen den Dominator der Szene bestätigte ihn in seinem Optimismus.

Zufrieden war auch YB-Trainer Gerardo Seoane, obwohl es auf den ersten Blick keine gute Woche war für seine Berner. Am Dienstag das Scheitern in den Playoffs zur Champions League, nun das Unentschieden trotz Pausenführung in Luzern und der Verlust von Platz 1 in der Meisterschaft. «Aufgrund der Strapazen, die wir unter der Woche hatten, war das ein guter Auftritt», so Seoane.

Dass die Young Boys in drei Wochen, wenn die Super League ihren Betrieb nach der Nationalmannschaftspause und den Cup-Sechzehntelfinals wieder aufnimmt, den FC Basel nicht als Leader, sondern als Verfolger zum Spitzenspiel empfangen, stört Seoane nicht. «Diese Partie ist noch sehr weit weg. Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern auf die Entwicklung. Und diese stimmt.» Er habe in Luzern positive Signale wahrgenommen, so Seoane.

Champions League verpasst, Leaderposition abgegeben: Auch für Abwehrchef Fabian Lustenberger ist dies keine Grund, etwas in Frage zu stellen. «Wir sind in dieser Saison noch immer ungeschlagen. Das muss man auch mal erwähnen. Wir sind bereit für die nächsten Wochen», so der Captain.