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Hegi und Käslin siegen am Turnfest

Oliver Hegi gewinnt am Eidgenössischen Turnfest in Aarau den mit viel Spannung erwarteten Wettkampf der Männer im Kunstturnen. Bei den Frauen triumphiert Topfavoritin Ilaria Käslin.
Oliver Hegi bei den Männern und Ilaria Käslin bei den Frauen heissen am Eidgenössischen Turnfest in Aarau die Sieger im Kunstturnen (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

Oliver Hegi bei den Männern und Ilaria Käslin bei den Frauen heissen am Eidgenössischen Turnfest in Aarau die Sieger im Kunstturnen (Bild: KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ)

(sda)

Hegi setzte sich mit 1,083 Punkten vor Pablo Brägger durch. Dass die Reck-Europameister der Jahre 2018 respektive 2017 die ersten beiden Plätze belegen, war erwartet worden. Allerdings fiel in diesem Duell schon früh eine Vorentscheidung. Brägger, der in der gleichen Gruppe wie Hegi turnte, musste die Übung am Pauschenpferd unterbrechen und verlor an seinem zweiten Gerät 2,233 Punkte auf den späteren Sieger.

Diese Hypothek wog zu schwer. Da Brägger nach diesem Fehler nicht mehr mit einem Podestplatz gerechnet hatte, war er überhaupt nicht enttäuscht darüber, dass er wie beim letzten Eidgenössischen Turnfest vor sechs Jahren mit Rang 2 vorlieb nehmen musste. Der 26-jährige Ostschweizer hatte wegen Knieproblemen auf die Europameisterschaften im April in Stettin verzichten müssen. Stattdessen unterzog er sich einer Arthroskopie: «Nun spüre ich nichts mehr. Von daher ist alles tipptopp.»

Hegi ohne grössere Fehler

Derweil gelang Hegi ein sehr solider Wettkampf. Allerdings erlebte der 26-jährige Aargauer am Reck, dem letzten Gerät, noch einen Schreckmoment, als er sich nur noch mit einer Hand an der Stange festhalten konnte. Ansonsten unterliefen ihm keine grösseren Fehler. Er könne nun einen weiteren Punkt auf seiner Liste abhaken. Das bedeutete ihm umso mehr, als der Wettkampf in der Eishalle für ihn quasi ein Heimspiel war und er sehr viele Leute im Publikum kannte.

Im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt, der WM im Oktober in Stuttgart, haben Hegi und Brägger noch einige Pfeiler im Köcher. Da die Vorbereitungszeit auf den Anlass in Aarau relativ kurz war, strichen sie Schwierigkeiten aus den Übungen. Den 3. Rang belegte Christian Baumann, der auf Silberkurs war, ehe er zum Abschluss am Reck patzerte.

Käslin ungefährdet

Bei den Frauen feierte Käslin einen ungefährdeten Sieg. Die 21-jährige Tessinerin distanzierte die zweitplatzierte Stefanie Siegenthaler um 1,400 Punkte. Und dies, obwohl sie ihre Übung am Stufenbarren nach einem Fehler unterbrechen musste. Dennoch war sie «sehr, sehr zufrieden. Im Hinblick auf die WM steht mir aber noch viel Arbeit bevor.»

Käslin untermauerte mit diesem Erfolg, dass sie hierzulande hinter Giulia Steingruber die klare Nummer 2 ist. Steingruber war aufgrund eines im vergangenen Sommer erlittenen Kreuzbandrisses nur Zuschauerin. Die Turnfestsiegerin von 2013 in Biel plant ihr Comeback an den Schweizer Meisterschaften Anfang September.

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