In 94 Sekunden vom 2:4 zum 5:4

Genève-Servette macht gegen Ambri-Piotta mit einem fulminanten Endspurt aus einem 2:4-Rückstand einen 6:4-Sieg. Drei Tore innerhalb von 94 Sekunden um die 56. Minute führen zur spektakulären Wende.

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Der Genfer Jeremy Wick war hauptverantwortlich für den Umschwung im Spiel gegen Ambri (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Der Genfer Jeremy Wick war hauptverantwortlich für den Umschwung im Spiel gegen Ambri (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

(sda)

Jeremy Wicks Doppelschlag zum 4:4 leitete dabei die Wende ein, Noah Rod erzielte das Siegtor. Und Tanner Richard sorgte mit einem Empty Netter für das Endresultat.

Dabei hatte Ambri nach dem ersten National-League-Doppelpack von Fabio Hofer, einem Österreicher mit Schweizer Lizenz, zum zwischenzeitlichen 4:2 (22./50.) noch wie der Sieger ausgesehen. Nach Hofers 3:1 gab es bei Genève-Servette einen Goalie-Wechsel: Robert Mayer ersetzte Gauthier Descloux.

Dennoch deutete bis zur Schlussphase nichts auf eine Wende hin. Und trotzdem kassierte ein im Finish fahriges Ambri-Piotta schliesslich die fünfte Niederlage in Folge, während Genève-Servette eine Negativserie von drei Spielen stoppte und gleichzeitig die Leventiner unterhalb des Playoff-Trennstrichs vom 9. Rang verdrängte.

Erstaunlicherweise kassierte Ambri-Piotta die fünf Niederlagen in Serie seit der Nordamerika-Rückkehr des WM-Silberhelden und vorherigen Captains Michael Fora, der nominell eine klare Verstärkung wäre.

Telegramm:

Genève-Servette - Ambri-Piotta 6:4 (1:2, 1:1, 4:1). - 6096 Zuschauer. - SR Salonen/Schukies, Altmann/Wolf. - Tore: 2. Lerg (Kubalik, D'Agostini) 0:1. 6. Trisconi 0:2. 14. Fransson (Romy) 1:2. 22. Hofer (Müller) 1:3. 27. Kast (Tömmernes) 2:3. 50. Hofer (Zwerger/Ausschluss Rod) 2:4. 56. (55:14) Wick (Richard) 3:4. 57. (56:06) Wick (Tömmernes) 4:4. 57. (56:48) Rod (Fransson) 5:4. 60. (59:23) Richard (Mayer!, Fransson) 6:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 1mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Tömmernes; Kubalik.

Genève-Servette: Descloux (22. Mayer); Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Völlmin, Mercier; Bezina; Wick, Richard, Almond; Fritsche, Berthon, Douay; Skille, Kast, Winnik; Bozon, Romy, Rod; Rubin.

Ambri-Piotta: Conz; Fora, Dotti; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Jelovac; Trisconi, Kostner, Incir; D'Agostini, Lerg, Kubalik; Hofer, Müller, Zwerger; Rohrbach, Kneubühler, Lauper; Mazzolini.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bouma, Wingels und Simek (alle verletzt), Ambri ohne Bianchi, Ngoy, Pinana und Novotny (alle verletzt) und Kienzle (überzählig). - 35. Pfostenschuss Skille. - 57. Timeout Ambri, von 58:40 bis 59:23 ohne Torhüter.