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In Wimbledon deutet alles auf einen Dreikampf der Favoriten hin

In der ersten Wimbledon-Woche schieden bei den Männern zwar die Hälfte der Top-Ten-Spieler aus, die Favoriten Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal gerieten aber nie in Gefahr.
Milos Raonic, der Wimbledon-Finalist von 2016, klagte über den immer langsamer werdenden Rasenbelag (Bild: KEYSTONE/EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA)Milos Raonic, der Wimbledon-Finalist von 2016, klagte über den immer langsamer werdenden Rasenbelag (Bild: KEYSTONE/EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA)
Rafael Nadal vermochte in der ersten Woche in Wimbledon zu überzeugen (Bild: KEYSTONE/AP/TIM IRELAND)Rafael Nadal vermochte in der ersten Woche in Wimbledon zu überzeugen (Bild: KEYSTONE/AP/TIM IRELAND)
Der 21-jährige Franzose Ugo Humbert war eine der Überraschungen der ersten Woche (Bild: KEYSTONE/AP/KIRSTY WIGGLESWORTH)Der 21-jährige Franzose Ugo Humbert war eine der Überraschungen der ersten Woche (Bild: KEYSTONE/AP/KIRSTY WIGGLESWORTH)
Novak Djokovic hatte als Präsident des Spielerrats einige unbequeme Fragen zu beantworten (Bild: KEYSTONE/EPA AELTC/AELTC/FLORIAN EISELE)Novak Djokovic hatte als Präsident des Spielerrats einige unbequeme Fragen zu beantworten (Bild: KEYSTONE/EPA AELTC/AELTC/FLORIAN EISELE)
Roger Federer überstand zum 17. Mal die erste Woche in Wimbledon ohne Niederlage (Bild: KEYSTONE/EPA/WILL OLIVER)Roger Federer überstand zum 17. Mal die erste Woche in Wimbledon ohne Niederlage (Bild: KEYSTONE/EPA/WILL OLIVER)
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In Wimbledon deutet alles auf einen Dreikampf der Favoriten hin

(sda)

Es würde überraschen, wenn einer der drei auf dem Weg in die Halbfinals scheitern würde.

Der Rekordmann

Die 21. Wimbledon-Teilnahme, der 17. Einzug in die Achtelfinals, der 350. Sieg an einem Grand-Slam-Turnier: Roger Federer sorgte auch in der ersten Woche des Turniers im All England Lawn Tennis Club für weitere Einträge in die Rekordbücher. Es sind aber nicht diese Marken, die den 20-fachen Grand-Slam-Champion wirklich interessieren. «In der ersten Woche kann man ein Grand-Slam-Turnier nicht gewinnen, sondern nur verlieren.»

Auf dem Rasen von Wimbledon, der sich jedes Jahr etwas anders anfühlt, hat es schon manche Überraschung gegeben. «Die ersten beiden Partien sind immer die schwierigsten», so Federer. «Man kann schnell in Panik verfallen.» Er selbst liess sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn seine Rückhand noch nicht nach Wunsch funktioniert. Besonders mit der Leistung in der 3. Runde gegen Lucas Pouille zeigte sich Federer zufrieden: «Ich wusste, dass es der erste richtige Test wird.»

Die Favoriten

Neben Federer unterstrichen auch Rafael Nadal und Novak Djokovic ihre Ambitionen auf den Turniersieg. Der Titelverteidiger aus Serbien wurde in der ersten Woche mehr mit Problemen neben als auf dem Platz konfrontiert. Der Konflikt im Spielerrat, den Djokovic präsidiert, sorgte ebenso für Gesprächsstoff wie die Tatsache, dass der Serbe mit dem verurteilten und aus dem Rat zurückgetretenen Justin Gimelstob weiterhin engen Kontakt pflegt. Auf den Satzverlust in der 2. Runde gegen den Polen Hubert Hurkacz reagierte die Weltnummer 1 souverän.

Am meisten zu überzeugen vermochte Rafael Nadal. Den Härtetest gegen Nick Kyrgios in der 2. Runde, die bislang attraktivste Affiche des Turniers, bestand der Spanier mit Bravour, dem zweimaligen Halbfinalisten Jo-Wilfried Tsonga liess er in der 3. Runde keine Chance. «Ich bin froh, dass ich nach der schwierigen Auslosung den Weg in die zweite Woche gefunden habe», sagte Nadal. Er kennt die Tücken des Turniers aus eigener Erfahrung. «Jeder Tag hier ist ein Kampf.»

Die Newcomer

Die Bilder blieben haften. Als Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas am ersten Turniertag versuchten, ihr Ausscheiden zu erklären, war ihnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Der 22-jährige Deutsche und der 20-jährige Grieche sind die Vorreiter der nächsten Generation, müssen sich aber weiter gedulden. Auch die beiden 23-jährigen Russen Karen Chatschanow (ATP 9) und Daniil Medwedew (ATP 13) scheiterten frühzeitig.

Weniger bekannte Talente bannten sich den Weg durch das Tableau. Ugo Humbert, 21-jährig aus Metz, hatte vor Wimbledon gerade einmal eine Partie an einem Grand-Slam-Turnier gewonnen. Oder Matteo Berrettini (ATP 20), der Gstaad-Sieger 2018. Der 23-jährige Römer bestätigte seine starken Resultate der Vorbereitungsturniere in Stuttgart (Sieg) und Halle (Halbfinal). Als Belohnung für ihren Effort winkt den beiden nun ein Duell gegen Djokovic (Humbert) und Federer (Berrettini).

Die Spezialisten

Die Beschaffenheit des Rasens war eines der grossen Themen der ersten Woche. Viele sagten, dass das Spiel noch einmal langsamer geworden sei, was laut Nadal an den schwereren Bällen liegt. «Ich bin überzeugt, dass dies Absicht ist», sagte der Kanadier Milos Raonic. Das Spiel auf Rasen habe sich deutlich verändert, dies sehe man auch an der Siegerliste. «Es spielt sich hier nicht mehr schneller als an einem der anderen Grand-Slam-Turniere», so der Wimbledon-Finalist von 2016.

Mit Raonic und Sam Querrey schafften zwei Aufschlagspezialisten den Sprung in die Achtelfinals. Der Amerikaner ist nach seiner Bauchmuskelverletzung, die ihn drei Monate ausser Gefecht gesetzt hat, auf dem Weg zurück. Nach der Final-Qualifikation in Eastbourne gab er in Wimbledon nur in der Startrunde gegen Dominic Thiem einen Satz ab. Der 31-Jährige hatte 2017 in Wimbledon mit dem Halbfinal-Einzug den grössten Erfolg der Karriere gefeiert.

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