Julian Alaphilippe heisst der Sieger des ersten Frühjahrsklassikers

Julian Alaphilippe gewinnt den ersten Klassiker der Saison von Mailand nach Sanremo. Der Franzose setzt sich nach 291 km im Sprint vor dem Belgier Oliver Naesen und dem Polen Michal Kwiatkowski durch.

Drucken
Teilen
Das belgische Team Deceuninck-QuickStep von Julian Alaphilippe freut sich an der italienischen Riviera bereits über den 19. Saisonsieg (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DARIO BELINGHERI)
6 Bilder
Zu den Verlierern des Tages gehört auch das Team Groupama-FDJ von Stefan Küng. Der Thurgauer und sein französischer Co-Leader Arnaud Démare können nicht um den Sieg mitsprinten. Küng beendet seine Premiere bei Mailand - Sanremo auf Platz 59. Bester Schweizer ist als 48. Neoprofi Marc Hirschi (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)
Auch im neunten Anlauf bei Mailand - Sanremo gibt es für Peter Sagan keinen Sieg. Der dreimalige Weltmeister muss sich mit Platz 4 begnügen (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DARIO BELINGHERI)
Auf der Zielgeraden gibt es kein Vorbeikommen an Julian Alaphilippe. Der 26-Jährige spurtet auf der Via Roma unwiderstehlich zu seinem ersten Sieg in einem der fünf Radsport-Monumente (Bild: KEYSTONE/AP ANSA/DARIO BELINGHIERI)
Das Podest bei der 110. Ausgabe von Mailand - Sanremo: In der Mitte jubelt Julian Alaphilippe, begleitete vom zweitplatzierten Belgier Oliver Naesen (links) und dem Polen Michal Kwiatkowski (rechts), dem Gewinner von 2017 (Bild: KEYSTONE/AP ANSA/DARIO BELINGHIERI)
In bestechender Form: Der Franzose Julian Alaphilippe gewinnt den ersten Klassiker der Saison von Mailand nach Sanremo (Bild: KEYSTONE/AP ANSA/DARIO BELINGHIERI)

Das belgische Team Deceuninck-QuickStep von Julian Alaphilippe freut sich an der italienischen Riviera bereits über den 19. Saisonsieg (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/DARIO BELINGHERI)

(sda)

In der ein Dutzend Fahrer grossen Spitzengruppe, die den Sieg auf der Via Roma unter sich ausmachten, befanden sich zahlreiche Favoriten wie der Slowake Peter Sagan oder Weltmeister Alejandro Valverde. Sie alle hatten sich nach einer Tempoverschärfung von Alaphilippe im Anstieg zum Poggio di Sanremo, dem letzten Hindernis des Tages, rund 6 km vor dem Ziel vom Feld abgesetzt.

Auf der Zielgeraden liess ihnen Alaphilippe keine Chance. Aus dem Windschatten des Slowenen Matej Mohoric sprintete der 26-Jährige vom belgischen Team Deceuninck-QuickStep überlegen zum Sieg. Sagan reichte es auch bei seiner neunten Teilnahme nicht erhofften Erfolg. Der dreimalige Weltmeister musste sich hinter Naesen und Kwiatkowski mit Rang 4 begnügen.

Ein Sieg mit Ansage

Für Alaphilippe, den Bergkönig und zweifachen Etappensieger der letztjährigen Tour de France, ist es der erste Erfolg bei einem der fünf Radsport-Monumente. Vor zwei Jahren hatte er es bei Mailand - Sanremo als Dritter bereits einmal aufs Podest geschafft.

Sein Triumph im längsten Eintagesrennen des Radsports kommt nicht von ungefähr. Alaphilippe blickt auf einen sehr erfolgreichen Saisonstart zurück. In diesem Monat gewann er unter anderem den Halbklassiker Strade Bianche und zwei Etappen der Fernfahrt Tirreno - Adriatico. Für die erfolgsverwöhnte Equipe Deceuninck-QuickStep war es bereits der 19. Saisonsieg, aber der erste bei Mailand - Sanremo seit dem Italiener Filippo Pozzato im Jahr 2006.

Keine Schweizer in der Entscheidung

Zu den Verlierer des Tages gehörte das Team Groupama-FDJ von Stefan Küng. Der 25-jährige Thurgauer hatte auf diese Saison hin zur französischen Equipe gewechselt, um in den Klassikern mehr Freiheiten zu erhalten. Bei seiner Premiere bei Mailand - Sanremo bildete er zusammen mit dem sprintstarken Arnaud Démare eine Doppelspitze, das Duo konnte in der Schlussphase aber nicht mehr in die Entscheidung eingreifen. Seine Feuertaufe in Sanremo endete für Küng mit einem Rückstand von 1:15 Minuten auf Platz 59. Démare, der das Rennen 2016 gewonnen hatte, musste sich mit Rang 32 begnügen.

Mit der ersten Verfolgergruppe und damit noch vor Küng ins Ziel schaffte es U23-Welt- und -Europameister Marc Hirschi. Der 20-jährige Neoprofi aus Ittigen bei Bern beendete das Rennen mit einem Rückstand von 27 Sekunden im 48. Rang. Hirschi hinterliess in seinem ersten grossen Klassiker einen starken Eindruck. Als das Rennen im Anstieg zur Cipressa rund 20 km vor dem Ziel in die entscheidende Phase ging, zeigte er sich ganz zuvorderst. Einen Grund zum Jubeln gab es für seine Sunweb-Mannschaft aber keinen. Der Niederländer Tom Dumoulin und der Australier Michael Matthews, die beiden Leader im Team, beendeten den Frühjahrsklassiker als Elfter und Zwölfter.