Skispringen

Karl Geiger mit erfolgreichem Comeback nach der Quarantäne

Der Lokalmatador Karl Geiger gewinnt in Oberstdorf den Auftakt der 69. Vierschanzentournee.

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Karl Geiger lässt seinen Emotionen freien Lauf.

Karl Geiger lässt seinen Emotionen freien Lauf.

KEYSTONE/EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS
(sda)

Der Skiflug-Weltmeister setzte sich mit Flügen auf 127 m und 136,5 m vor Kamil Stoch durch. Der dreifache Olympiasieger war doch noch startberechtigt, nachdem die Quarantäne gegen die Polen am Dienstagmorgen aufgehoben worden war. Als Dritter stieg der Norweger Marius Lindvik aufs Podest.

Geiger feierte ein erfolgreiches Comeback. Der Allgäuer war nach einer Corona-Infektion gerade noch rechtzeitig zum Klassiker über die Neujahrstage in den Tross zurückgekehrt. Der 27-Jährige hatte die Tournee-Hauptprobe kurz vor Weihnachten in Engelberg verpasst. Seiner starken Form schadete das offenbar nicht. Geiger bewies bereits mit der Goldmedaille bei der Skiflug-WM im slowenischen Planica eindrucksvoll, dass er bei grossen Events auf den Punkt voll da sein kann.

Die Gefühlswelt beim Deutschen ist derzeit komplett durcheinander. Kurz nach dem WM-Gold in Planica folgte für ihn ein emotionales Erlebnis der besonderes Art: In der Heimat kam Tochter Luisa zur Welt. Wenig später folgte der positive Corona-Test.

Die beiden Tournee-Hauptfavoriten Halvor Egner Granerud und Markus Eisenbichler flogen auf die Plätze 4 und 5. Der Norweger verpasste somit den sechsten Sieg in Serie, der Deutsche hielt den Schaden nach dem 27. Zwischenrang mit dem besten Sprung im zweiten Umgang in Grenzen.

Ammann mit Aufwärtstendenz

Simon Ammann rechtfertigte seine Nomination, obwohl er die Weltcup-Punkteränge knapp verpasste. Als 32. zeigte der Toggenburger mit dem neuen Schuh eine klare Aufwärtstendenz. Erstmals kam er einigermassen ins Fliegen und ballte im Auslauf die Faust. Allerdings wartet der vierfache Olympiasieger weiter auf die ersten Weltcuppunkte in diesem Winter.

Gregor Deschwanden schaffte derweil zum 8. Mal in Serie den Sprung in den Finaldurchgang. 121 m und 123,5 m reichten dem Luzerner für Platz 27. Deschwanden strebt eine Top-20-Klassierung im Overall-Klassement an. Dank der Konstanz liegt er auf Kurs. Dominik Peter blieb als 54. chancenlos.