Keine Eishockey-Meister in Deutschland und Österreich: Saison wegen Corona-Virus abgebrochen

Die Eishockey-Saisons in Deutschland und Österreich werden wegen des Coronavirus vorzeitig abgebrochen. In beiden Ligen gibt es in diesem Jahr keinen Meister.

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Die DEL-Saison (im Bild ein Spiel zwischen München und Berlin) wird vorzeitig abgebrochen. Auch in Österreich gibt es keinen Meister

Die DEL-Saison (im Bild ein Spiel zwischen München und Berlin) wird vorzeitig abgebrochen. Auch in Österreich gibt es keinen Meister

KEYSTONE/DPA/TOBIAS HASE
(sda/dpa/apa)

Das Coronavirus hat für den ersten Saisonabbruch im deutschen Profisport gesorgt. Die Deutsche Eishockey Liga entschied am Dienstag nach Beratungen, die Spielzeit nicht fortzusetzen. Sie endet damit ohne einen deutschen Meister. «Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Clubs, Partner und insbesondere Fans in ganz Deutschland unheimlich leid», sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke.

«Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit von unseren Fans, Spielern und Mitarbeitern in den Fokus», betonte Tripcke.

Damit sind auch Playoffs ohne Zuschauer keine Option mehr. Hintergrund der Absage ist, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu aufgefordert hatte, Veranstaltungen ab einer Grösse von 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis auf weiteres zu unterlassen.

Eigentlich sollte am Mittwoch die erste Playoff-Runde beginnen, in der noch zwei Viertelfinalisten ermittelt werden. Normalerweise folgen darauf die Viertelfinal-, Halbfinal- und Finalserien. Jeweils im Modus «Best of Seven» wird eigenttlich der Sieger und am Ende auch der Meister gekürt.

Die Hauptrunde, die am Sonntag zu Ende gegangen war, hatte der EHC Red Bull München als Erster vor Titelverteidiger Adler Mannheim und dem Überraschungsteam Straubing Tigers beendet. München, Mannheim, Straubing und die Eisbären Berlin werden in der kommenden Spielzeit an der Champions Hockey League teilnehmen.

In Österreich waren in den Playoffs bereits die ersten drei Runden der Viertelfinals ausgetragen worden.