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KHL-Hockey auf Schweizer Eis

SKA St. Petersburg gewinnt das zweite KHL-Spiel auf Schweizer Eis im Zürcher Hallenstadion gegen Dinamo Riga 3:1. Die beiden osteuropäischen Teams bieten sehenswerte Hockeykunst, aber kein Spektakel.
Aufräumarbeiten während des KHL-Abends im Hallenstadion. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Cheerleaders tanzen während des KHL-Abends im Hallenstadion. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Alexej Bywalzew bricht durch Riga Abwehr hindurch. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Nikolai Prochorkin von St. Petersburg (in der Mitte) feiert seinen Treffer zum 1:0. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Rigas Keeper Kristers Gudjevskis verhindert einen weiteren Treffer für St. Petersburg. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
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KHL-Hockey auf Schweizer Eis

(sda)

Nicht alles lief beim Gastspiel der Kontinental Hockey League im Rahmen der KHL World Games am Schnürchen. Ausgerechnet beim Singen der russischen Nationalhymne streikte das Mikrofon im Hallenstadion immer wieder. Die zahlreichen Russen im nur zu einem Drittel gefüllten Rund übernahmen aber und überbrückten so die Panne.

In der Folge wurde auf dem Eis hochklassiges Eishockey, aber nicht das grosse Spektakel geboten. Es brauchte einen kleinen Geniestreich, um die Differenz zwischen zwei sehr diszipliniert agierenden Teams zu schaffen. In der 43. Minute lancierte Nikita Gussew, einer von elf Olympiasiegern im Team von SKA, mit einem Laserpass Pawel Dazjuk. Dem 40-jährigen Starstürmer, der als einer der wenigen den Stanley Cup in der NHL, die Weltmeisterschaft und Olympia mindestens einmal hat, genügte ein kleiner Haken, um sich freie Schussbahn zu verschaffen und das entscheidende 2:1 für St. Petersburg zu erzielen.

Das favorisierte St. Petersburg war früh durch Nikolai Prochorkin in Führung gegangen, die Letten glichen kurz vor Ende des zweiten Drittels durch den Kanadier Kevin Clark, vor drei Jahren eine Saison bei den SCL Tigers engagiert, aus. Zudem hatte Riga Pech mit zwei Pfostenschüssen. Das 3:1 fiel sieben Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Die KHL und die Verantwortlichen des organisierenden Dinamo Riga boten den Fans auch neben dem Eis einiges. Im Foyer des Hallenstadions konnte der riesige, aber hässliche Gagarin-Pokal, um den in der KHL gespielt wird, bewundert werden. Natürlich gab es Souvenirs. Die lettischen Cheerleader boten eine gute Show und wechselten für jedes Drittel ihr Outfit. Noch öfter taten dies Eisreinigerinnen, alles junge Frauen, deren Tenüs bei jedem TV-Break eine andere Farben hatten.

Am Mittwoch spielt Dinamo Riga noch ein zweites «Heimspiel» gegen den aktuellen Leader der Western Conference, ZSKA Moskau. Die erste KHL-Partie in der Schweiz hatte SKA 2010 im Vorfeld des Spengler-Cups in Davos ebenfalls gewonnen (5:1 gegen Spartak Moskau).

Dinamo Riga - SKA St. Petersburg 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

Zürich. - 4178 Zuschauer. - SR Naumow/Olenin, Schalagin/Schischlo (RUS). - Tore: 5. Prochorkin (Tokranow/Gussew) 0:1. 39. Clark (Gillies) 1:1. 43. Dazjuk (Gussew) 1:2. 60. (59:53) Barabanow 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Riga, 4mal 2 plus 5 (Chafissullin) Minuten plus Spieldauer (Chafissullin) gegen St. Petersburg. - Bemerkungen: Pfostenschüsse: Gillies (17.), Malone (54,/beide Riga). Riga von 59:26 bis 59:53 ohne Goalie.

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