Klarer Sieg für Lausanne dank vier Toren im Schlussabschnitt

In der Eishockey-Meisterschaft verteidigt der Lausanne Hockey Club die Tabellenführung mit einem 6:1-Erfolg über den HC Fribourg-Gottéron mit Erfolg.

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Brian Gibbons führte Lausanne mit drei Assists bei den ersten drei Toren zum Sieg über Fribourg-Gottéron
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Denis Malgin lässt sich gratulieren - zwei Tore und zwei Assists gelangen Malgin
Dem HC Fribourg-Gottéron ging 20 Stunden nach dem 2:1-Auswärtssieg in Bern im Schlussabschnitt die Kraft aus

Brian Gibbons führte Lausanne mit drei Assists bei den ersten drei Toren zum Sieg über Fribourg-Gottéron

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
(sda)

Nur auf den ersten Blick zieht Lausanne der Konkurrenz auf und davon. Nach dem komfortablen Sieg über Freiburg beträgt Lausannes Reserve auf die ZSC Lions (2.) schon vier Punkte. Der EV Zug (3.) liegt bei Beginn der Nationalmannschaftspause ohne Länderspiele fünf Zähler zurück, Servette (4.) sogar schon zehn.

Die Aussagekraft der Rangliste in dieser Meisterschaft, in der Davos noch nicht einmal halb so viele Spiele bestritten hat (5) wie die ZSC Lions (11), ist indes nicht sehr gross.

Klar war immerhin, dass sich am Sonntagnachmittag in der leeren Malley-Halle zwei Spitzenteams duellierten. Lausanne feierte (inklusive Cup) den sechsten Sieg hintereinander. Freiburg verlor nach vier Siegen in Folge erstmals wieder. Letzte Saison hatte Lausanne noch sämtliche sechs Partien gegen Freiburg verloren.

Hauptrolle für Gibbons

Den ersten Sieg gegen die Freiburger seit dem 2. März 2019 kreierte vor allem der Amerikaner Brian Gibbons (32). Gibbons bereitete die ersten drei Lausanner Goals vor: Vor dem 1:0 luchste er Gottérons Torhüter Reto Berra hinter dem Gehäuse den Puck ab, beim 2:0 ermöglichte er Charles Hudon mit einem brillanten Querpass den Schuss in ein offenes Gehäuse, und vor dem 3:1 legte er wie schon beim ersten Treffer für Denis Malgin auf.

Lausannes Erfolg entsprach am Ende dem Geschehen. Die Waadtländer investierten viel mehr als Freiburg in die Offensive (55:24 Torschüsse). Dennoch wehrte sich Gottéron wie schon beim 2:1-Erfolg über Bern nur 20 Stunden vorher mit Leidenschaft. Die Schlüsselszenen ereigneten sich nach 35 Minuten: Zuerst scheiterten Chris DiDomenico und Yannick Herren für Freiburg an Lausannes Nummer-2-Goalie Luca Boltshauser; mit dem Gegenangriff gelang Hudon das 2:0. Erst im Schlussabschnitt (mit 16:3 Torschüssen für Lausanne) brach Freiburgs Widerstand in sich zusammen.

Schutzkonzepte als Papiertiger

In den nächsten (spielfreien) Tagen werden sich die Klubs beraten - auch wenn der Grundsatzentscheid steht, noch mindestens einen Monat lang weiterzuspielen. Am Sonntag wurde auch Servette definitiv in Quarantäne und Isolation geschickt - weil gleich neun Servettiens positiv getestet worden sind. Die Liga setzt bei der Gesundheitsdirektion und den Kantons-Ärzten Druck auf, damit Team-Quarantänen anders gelöst werden. Andererseits liegt nach den neun Genfer Fällen und mit der halben Liga in Quarantäne die Vermutung nahe, dass die Klubs die Schutzkonzepte nicht so gut umsetzen, wie sie das immer behaupten.

Telegramm:

Lausanne - Fribourg-Gottéron 6:1 (1:0, 1:1, 4:0)

50 Zuschauer. - SR Hebeisen/Piechaczek (GER), Schlegel/Cattaneo. - Tore: 10. Malgin (Gibbons) 1:0. 36. Hudon (Gibbons, Malgin) 2:0. 40. (39:59) Gunderson (Desharnais, DiDomenico/Powerplaytor) 2:1. 41. (40:53) Malgin (Gibbons, Genazzi) 3:1. 47. Bertschy (Kenins) 4:1. 54. (53:40) Hudon (Malgin) 5:1. 55. (54:08) Douay (Maillard) 6:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Kenins; DiDomenico.

Lausanne: Boltshauser; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Jooris, Almond; Jäger, Maillard, Douay.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Kamerzin; Gunderson, Chavaillaz; Aebischer, Jecker; Bochud, Bougro; Brodin, Desharnais, Mottet; DiDomenico, Schmid, Herren; Sprunger, Bykov, Marchon; Rossi, Walser, Jörg.

Bemerkungen: Lausanne ohne Conacher (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Abplanalp, Furrer, Jobin (alle verletzt) und Stalberg (überzähliger Ausländer).

Rangliste:

Rangliste: 1. Lausanne 10/22. 2. ZSC Lions 11/18. 3. Zug 7/17. 4. Fribourg-Gottéron 7/14. 5. Genève-Servette 6/12. 6. Rapperswil-Jona Lakers 8/11. 7. Lugano 6/9. 8. Bern 8/9. 9. Ambri-Piotta 9/9. 10. Biel 6/5. 11. SCL Tigers 7/5. 12. Davos 5/4.